Wenn Homosexualität zum Fluchtgrund wird

Reza Alifard möchte Migranten helfen

Reza Alifard möchte Migranten helfen, sich zurecht zu finden. (Foto: privat)

Hagen. Während in Deutschland die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gefeiert wird, ist Homosexualität anderswo für viele Menschen der Hauptgrund, ihre Heimat zu verlassen.
Da in ihren Heimatländern auf sie Schikane, körperliche Gewalt und sogar der Tod warten, hoffen viele homosexuelle Männer und Frauen auch hier in Hagen auf ein Leben in Freiheit und ohne Angst. Einer von ihnen ist der Iraner Reza Alifard, der schnell neue Freunde bei der Aidshilfe Hagen gefunden hat. Hier engagiert er sich regelmäßig ehrenamtlich.
„Ich genieße und bewundere immer noch die Freiheit, die alle Menschen hier genießen. Das ist für mich nicht selbstverständlich“, sagt er.
Der junge Mann weiß, wie wichtig es ist, Anschluss zu finden und sich mit Leuten auszutauschen, die ähnliche Themen beschäftigen. Daher ruft er nun mit der Unterstützung der Aidshilfe eine Selbsthilfegruppe für homosexuelle Migranten ins Leben. „Wir freuen uns sehr, dass Reza Alifard sich so engagiert, denn Migranten und insbesondere Flüchtlinge, haben Bedürfnisse, die niemand besser kennt als jemand, der ähnliches erlebt hat“, sagt Kathrin Maraun von der Aidshilfe Hagen.
Reza Alifard freut sich schon auf die monatlichen Treffen. „Wir werden gemeinsam viel Spaß haben. Wir können zusammen kochen oder Unternehmungen planen – oder einfach gemeinsam Dinge besprechen, die wichtig sind.“
Reza Alifard möchte den Menschen einen Ort bieten, an dem sie sein können, wie sie sind, und an dem sie Unterstützung in der Gemeinschaft finden. Dabei freut sich der Iraner, sowohl Frauen als auch Männer in seiner neuen Gruppe begrüßen zu dürfen.
Das erste Treffen findet am Mittwoch, 13. September, um 18 Uhr in den Räumen der Aidshilfe in der Körnerstraße 82c statt. Danach geht es jeweils an jedem zweiten Mittwoch des Monats weiter.