Wer spart, kann rasch gewinnen

Hagen. (AnS) Ob Grundsteuer, Lebensmittel, Kleidung, Benzin oder Stromgebühren, alles wird zur Zeit teurer. Wer soll das bezahlen – das fragt sich der Hagener Bürger schon seit geraumer Zeit. Sparen ist angesagt, da werden preisgünstige Stromtarife gesucht, Angebote durchforstet, günstigere Tankstellen angefahren. Auch wenn es nur ein paar Cent sind, aber wie heißt es so schön: „Kleinvieh macht schließlich auch Mist!“ Der wochenkurier möchte gemeinsam mit der heimischen Initiative „Energiewende Hagen – energieautark 2022“ eine neue Serie starten, die in loser Folge zunächst energetische Spartipps aufgreift. Und dann sind Sie gefragt, liebe Leser: Haben Sie einen besonderen Rat, der auch Ihren Mitmenschen Nutzen bringen kann? Wir freuen uns über jede Zuschrift, ob per Post oder E-Mail.

„Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft“, zeigt sich Miriam Kleemann-Adolphs überzeugt und will aus der Gedankenlosigkeit herausreißen. „Ich persönlich kann etwas leisten“, appelliert sie an das Bewusstsein von Jedermann. Gemeinsam mit Christian Kingreen gründete sie „Energieautark 2022“. Entstanden ist ihr Engagement wegen Fukushima. „Nach dem Atomunfall in Japan habe ich mich geärgert, dass es überall Proteste gab, nur in Hagen nicht.“ Die 34-Jährige organisierte Mahnwachen und stand Tag um Tag mit Familie und Freunden in der City, um auf die Katastrophe aufmerksam zu machen. „Irgendwann“, erinnert sich die Mutter von zwei Kindern, „ebbte das Interesse ab.“ Nicht aber die Idee weiterhin etwas tun zu wollen. „Den Gedanken haben wir weitergeführt und in die Energiewende umgebaut.“ Entstanden ist „Energieautark“.

Aktionen bündeln

„Beobachten und koordinieren“: Das hat sich das Bündnis auf seine Fahnen geschrieben. Es gebe viele Vereine in Hagen, die sich engagieren. „Wir wollen zwischen den verschiedenen Gruppen und Vereinen vermitteln. Ideen und Aktionen bündeln, Bürger, Institutionen, Wirtschaft und Industrie zusammenbringen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, damit in Sachen Klimaschutz etwas passiert und Erfolge zu sehen sind.“ Gerade die Volmestadt habe Aufholbedarf. Hagen habe tolle Ziele, vieles aber sei noch nicht umgesetzt worden. „Wir wollen, dass die Energiewende zügig vorangeht, damit wir auch davon profitieren können.“ Zu 100 Prozent mit neuen Energien zu arbeiten, lautet unter anderem eine Forderung von „Autark“.

Fordern mit Bürgeranträgen

Bürgeranträge der Gruppe fordern und fördern. „Ab dem 1. April gibt es bei der Stadt wieder einen Koordinator für die Energiewende“, ist Miriam Kleemann-Adolphs stolz. „Hagen hat endlich einen Ansprechpartner in diesem Bereich.“ Ein Konzessionsvertrag mit dem in Hagen ansässigen Stromanbieter konnte jetzt geschlossen werden: Es sei wichtig für die Region, einen lokalen Anbieter zu wählen, findet „Energieautark 2022“.

Häufig seien es Kleinigkeiten, die jeder zum Umweltschutz und zur Energiewende beitragen könne. „Wir müssen uns mehr Gedanken machen. Oft sind unsere Kinder fitter als wir.“ Das Licht löschen, wenn es in einem Zimmer nicht benötigt wird, oder einfach mal das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen. Ansprechen möchte die Initiative besonders junge Menschen. Auch Projekte in Schulen seien durchaus möglich.

Energiekonferenz im Rathaus

Am 13. Juni 2013 indes findet im Rathaus eine Energiekonferenz in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt statt. Regional betroffene Institutionen, neben Vereinen auch Stromanbieter und Wohnungsgesellschaften, setzen sich zusammen, um gemeinsam zu überlegen: Was können wir tun und bewegen? „Wir wollen an diesem Termin konkrete Energiesparpläne aufstellen“, erklärt Miriam Kleemann-Adolphs. Wer Interesse hat: weitere Bürger sind bei „Energieautark 2022“ willkommen. Das nächste Treffen findet am Montag, 25. März, ab 19 Uhr im Allerwelthaus, Potthofstraße, statt.

In loser Folge möchte der wochenkurier nun ab der Ausgabe von kommenden Mittwoch,  27. März 2013, Tipps zum Energiesparen veröffentlichen, die das Bündnis zusammengetragen hat.

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