Wetter im Wandel der Zeit

Hollywood in Wetter: Hans-Peter Leis in seinem privaten Filmstudio. (Foto: Stadt Wetter)

Wetter. (Red.) „Wetter im Wandel der Zeit“: So heißt ein Film von Hans-Peter Leis, der sich mit der Stadtentwicklung der letzten Jahre auseinandersetzt. Zu sehen ist der spannende Streifen am 28. und 29. September 2012 im Rahmen der Veranstaltung „Mal sehen was draus wird“. Gezeigt wird der Streifen am Freitag, 28. September, um 19 Uhr im Ladenlokal Bahnhofstraße 1 sowie am Samstag, 29. September, um 17 Uhr in der Lichtburg.

Hans-Peter Leis, Hobbyfilmer und Mitglied im Bundesverband freier Filmautoren, blickt in seinem Film auf die umfangreichen Baumaßnahmen der Innenstadt-Sanierung zurück. Die Zuschauer können noch einmal die Arbeiten zur Umgestaltung des Seeufers betrachten, werden Zeuge der eindrucksvollen Arbeiten im Bahnhofsquartier, sehen das Ruhrtal-Center in die Höhe wachsen und erleben im Zeitraffer mit, wie die Ruhrbrücke zur neuen Ortsumgehung wird. Für das rund 20-minütige Film-Kapitel über die Ruhrbrücke gewann Leis einen dritten Preis beim Landesfilmfestival in Hamm.

Alles wie von selbst

Das Drehen an der Ruhrbrücken-Baustelle war für Leis übrigens kein Problem: „Ich hatte von der Stadt eine Drehgenehmigung. Natürlich bin ich da nicht mit Turnschuhen rumgetanzt, sondern hatte Arbeitsschuhe an und einen Helm auf dem Kopf. Als die Arbeiter merkten, dass ich als gelernter Baupoliermeister etwas von der Materie verstehe, lief das alles wie von selbst.“

Angefangen zu filmen hat er im Jahr 2000. „Das war anfangs noch sehr laienhaft“, schmunzelt Leis. „Da habe ich viel mit der Kamera rumgeschwenkt und die Aufnahmen waren noch ein wenig verwackelt.“ Aber nicht mehr lange: Beim Filmklub Dortmund lernte er die professionellen Grundlagen des Filmens. Seine erste Kamera war eine Hi 8, „ein richtiger Klopper“. Inzwischen filmt er in HDV-Qualität. Ein Kollege aus dem Filmklub, Manfred Riep, spricht auch den Kommentar in Leis’ Wetter-Film.

Geschichte erzählen

Was macht für den Hobbyfilmer Leis die Faszination Film aus? „Das macht einfach mehr Spaß, denn mit bewegten Bildern kann man eine richtige Geschichte erzählen. Mit Fotos geht höchstens eine Diashow.“ Seine Kamera hat Leis immer dabei – beruflich wie privat. Auf seinem Computer finden sich filmische Eindrücke von der Ruhrtalbahn, vom Hochwasser an der Ruhr oder vom Oldtimertreffen in Wengern. „Als ich beruflich in Frankfurt war, bin ich abends durch die City gelaufen und habe meine Eindrücke mit der Kamera festgehalten.“ Das Ergebnis heißt „Frankfurt bei Nacht“ und ist ein beeindruckender dreiminütiger Streifzug durch „Mainhattan“.

17 Stunden

Vor dem fertigen Film steht allerdings das harte Brot des Schneidens – für die 45 Minuten „Wetter im Wandel der Zeit“ hatte er 17 Stunden filmisches Rohmaterial vorliegen: „Das ist die meiste Arbeit“, erklärt Leis. „Der Aufwand ist nicht in Stunden zu messen, eher in Tagen. Da geht so mancher Schlechtwettertag oder Winterabend für drauf.“

Ein Film über Henriette Davidis und ein Porträt der Wupper von der Quelle bis zur Mündung sind die nächsten Projekte, mit denen sich Hans-Peter Leis beschäftigen möchte. Filmen will er dabei allerdings nicht allein: Wer Interesse an diesen Projekten hat, kann sich bei Leis melden unter Telefon 0172- 7206342.

Den Wetter-Film sehen können Interessierte am 28. und 29 September 2012 im Rahmen der Veranstaltung „Mal sehen was draus wird“. Eigens für diese öffentliche Aufführung hat Leis den Film noch einmal dramaturgisch bearbeitet und eine halbstündige Version erstellt.