Wetter: Viele Ideen zur Gestaltung des Quartiers

Nach der Diskussion in der Arbeitsgruppe folgte die Bepunktung. (Foto: Stadt Wetter)

Wetter. „In Grundschöttel wollen wir Folgendes…“: Mit dieser Formulierung skizzierte Moderator Andreas Wiese das Ziel der Stadtteilkonferenz für Grundschöttel, die kürzlich in der Alten Kapelle der Freikirchlichen Gemeinde stattfand. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der Stadt Wetter und der Lenkungsgruppe Demografie gefolgt, über zukunftskräftige Ideen für Grundschöttel zu diskutieren. Unter dem Motto „Gemeinsam für Wetter. Wohnen und Leben in Grundschöttel“ ging es in verschiedenen Arbeitsgruppen darum, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die den Stadtteil weiter nach vorne bringen und noch lebenswerter machen.

„Dabei sollte es idealerweise um Maßnahmen gehen, die schnell bis mittelfristig umsetzbar sind und bei deren Umsetzung sich auch die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar beteiligen können“, so Bürgermeister Frank Hasenberg in seiner Begrüßung. Marietta Elsche von der Lenkungsgruppe hatte die Teilnehmer zuvor darüber informiert, was „in Sachen Demografie“ nach dem Demografiebericht 2009 und dem Bürgerworkshop Demografie 2012 in den letzten Jahren in Wetter passiert ist. Ein Beispiel ist der Boule-Platz für alle Generationen am Vereinsheim der TGH Wetter am Harkortberg.

Dann kam die Zukunft an die Reihe: In den vier Arbeitsgruppen „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr“, „Senioren und Pflege“ sowie „Kinder, Jugend und Familie“ brachten die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen ein und diskutierten angeregt über zukünftige Aktionen und Projekte in ihrem Ortsteil. Am Ende dieser Gruppenarbeit hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die vorgebrachten Ideen mit Klebepunkten zu bewerten. Schnell wurde klar, dass es einige Themen gab, die in allen Gruppen stark „bepunktet“ und damit stark nachgefragt wurden. So wünschen sich die Menschen vor allem einen Nachbarschaftstreff. Ein „Open Source Café, die Stärkung der Kommunikation durch mehr Vernetzung von Vereinen und Initiativen, öffentliche Bücherschränke und mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Jugendliche im Öffentlichen Raum“ waren weitere Vorschläge.

Für einzelne Punkte haben sich bereits Bürger gefunden, die gemeinsam an der Realisierung dieser Ideen arbeiten möchten, so haben sich etwa Experten gemeldet, die im Forschungsinstitut Technologie und Behinderung einen regelmäßigen Computer-Klub anbieten möchten. Hier können jeder insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger vorbeischauen und sich Fragen rund um Computer, Internet, Tablets und Smartphones beantworten lassen. Konkreter angedacht wurde auch die Etablierung eines Cafés als Begegnungsstätte und Möglichkeit zum Austausch für alle Generationen. Hier sollen auch spezielle Angebote für Jugendliche entwickelt werden. Wie der Stand der Dinge bei den einzelnen Projekten ist, erfahren interessierte Bürgerinnen und Bürger auf einem Nachtreffen im kommenden Sommer.