Wilhelm Bleicher geehrt

Die Volmestadt hat für verdiente Bürger die Ehrennadel  erfunden“. Jetzt wurde sie erstmals verliehen. OB Jörg Dehm zeichnete damit Dr. Wilhelm Bleicher aus. Damit würdigt der Rat der Stadt Hagen die großen ehrenamtlichen Verdienste Bleichers bei der Erforschung der Hagener Geschichte. (Foto: Michael Eckhoff)
Die Volmestadt hat für verdiente Bürger die Ehrennadel erfunden“. Jetzt wurde sie erstmals verliehen. OB Jörg Dehm zeichnete damit Dr. Wilhelm Bleicher aus. Damit würdigt der Rat der Stadt Hagen die großen ehrenamtlichen Verdienste Bleichers bei der Erforschung der Hagener Geschichte. (Foto: Michael Eckhoff)

Hagen. (ME/san) Dies war die Woche der Ordnungshüter. In gleich zwei großangelegten Aktionen wollte man sowohl den Rasern als auch den Langfingern auf den Zahn fühlen. Außerdem wurde erstmals die neue Hagener Ehrennadel verliehen.

Ehrennadel

Die Volmestadt möchte das Ehrenamt stärken und hat für verdiente Bürger die Ehrennadel „erfunden“. Jetzt wurde sie erstmals von Oberbürgermeister Jörg Dehm verliehen. Der OB zeichnete damit den gebürtigen Hohenlimburger Dr. Wilhelm Bleicher aus. Damit würdigt der Rat der Stadt Hagen die großen ehrenamtlichen Verdienste Bleichers bei der Erforschung der Hagener und regionalen Frühgeschichte.

Bleicher, geboren am 5. März 1940 an der Lenne, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geologie, Archäologie und Geschichte der Stadt Hagen und ihrer Umgebung. Als promovierter Archäologe setzte er mit seinen Forschungen zur prähistorischen Besiedlungsgeschichte des Hagener Raumes seit den 1970er Jahren wichtige Akzente und gab wertvolle Impulse für weitergehende Untersuchungen. Die Erforschung vieler heimischer Fundplätze sowie von alt- und mittelsteinzeitlichen Lagerplätzen im Hügelland nördlich von Hagen wäre ohne das vorausgegangene Wirken von Dr. Bleicher kaum möglich gewesen. Die Idee, von der sich der zu Ehrende jederzeit leiten ließ, war „die Etablierung Hagens als Drehscheibe der Kultur in ur- und frühgeschichtlicher Zeit“.

Von 1975 bis 1985 leitete der Gymnasiallehrer nebenamtlich das damalige Hagener Museum im Schloss Hohenlimburg – seinerzeit neben dem Osthaus-Museum das einzige Hagener Museum. In diesem Zusammenhang lieferte Dr. Bleicher auch die Gestaltungsentwürfe für ein Kaltwalzmuseum im Schloss Hohenlimburg. Gemeinsam mit Bank-Direktor Paul Mertens legte Wilhelm Bleicher damit den Grundstein für die Eröffnung des bis heute einzigen Kaltwalzmuseums in Deutschland.

Seine intensive Hohenlimburger Sammeltätigkeit bildete darüber hinaus das Fundament für die umfangreichen Bestände des nicht nur in Fachkreisen renommierten Museums im Vorhaller Wasserschloss Werdringen. Die langjährige Forschungs- und Autorentätigkeit (er ist seit 1967 als Redakteur der Hohenlimburger Heimatblätter aktiv) führten zahlreiche Menschen an die Geschichte ihrer Heimat heran. In mehr als 50 Forscherjahren hat Dr. Wilhelm Bleicher auch privat eine umfangreiche Sammlung – bestehend aus zahlreichen historisch wertvollen Funden und Dokumenten – zusammengetragen, die er teilweise dem Vorhaller Museum übergeben wird.

Allerorten geblitzt

Große Polizeipräsenz auf den Straßen am Dienstag: Die Hagener Polizei beteiligte sich am NRW-weiten Blitzmarathon und hat dabei rund 10.500 Autofahrer kontrolliert. Im Vergleich zum vorausgegangenen Blitzmarathon ist die Zahl der Raser beinahe um die Hälfte zurückgegangen. Die Polizei begründet dies mit einer erzieherischen Wirkung.

Riegel vor!

Und noch ein Polizeieinsatz am Donnerstag: Mit Unterstützung der Bochumer Bereitschaftspolizei führten die hiesigen Beamten gezielte Kontrollen im Hagener Stadtgebiet durch. Die Personen- und Fahrzeugkontrollen sind Bestandteil eines erneuten Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität. Insgesamt waren rund 90 Polizisten im Einsatz. Mit der landesweiten Kampagne „Riegel vor!“ unter dem Motto „Wohnung sichern, aufmerksam sein, 110 wählen!“ sollen Wohnungseinbrüche verhindert werden. Insgesamt wurden an 12 Kontrollstellen 309 Fahrzeuge und 380 Personen überprüft. Darüber hinaus flatterten zahlreiche Flyer mit dem Hinweis auf schlecht gesicherte Wohnungen in geöffnete Fenster.

Frohe Botschaft

Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann legte seinen Bericht vor: Die Zahlen der Ein- und Ausnahmen in 2013 sind weitaus besser als erwartet. Personal, Sach- und Dienstleistungen waren nicht so kostenintensiv wie angenommen, allein mehr Einnahmen von 1,8 Millionen Euro gab es durch Bußgelder für zu schnelles Fahren durch neue Blitzanlagen.

Wieder Feuer

Schon wieder ein großer Brand: Am Bickenstück in Helfe rückten in dieser Woche 50 Feuerwehrleute aus. Das Feuer entstand in einem Anbau aus Holz, die Flammen schlugen dann auf ein Haus über. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Statistik

Laut der aktuellen Untersuchung einer Krankenkasse gibt es in der Volmestadt immer mehr Arbeitnehmer, die über 50 Jahre alt sind. Dieser Anteil sei allein in den letzten zehn Jahren um über 50 Prozent gestiegen. Das bedeute für die Arbeitswelt, dass diese Arbeitnehmer generell zwar seltener krank werden als die jüngeren. Liegt jedoch ein Krankheitsfall vor, so dauere der Ausfall in der Regel länger.