Wo findet die Stadt eine Alternative für den Kiga Spielbrink?

Haspe. (ME) Zur letzten Sitzung dieses Jahres traten die Mitglieder der Bezirksvertretung Haspe am Donnerstag, 8. Dezember 2011, im Christian-Rohlfs-Gymnasium zusammen.

durchgeführt von Nicole und Jörg Springer in Zusammenarbeit mit Sylke Hasenack-Bein. Trotz großer Kälte war das Winterschlemmen ein voller Erfolg. Die Besucher genossen die heimelige Atmosphäre und stimmten Weihnachtslieder an. Die "Hoffnungslichter" zum Erhalt des Kindergartens erhellten die Dunkelheit. Der Erlös von 750 Euro fließt als Schenkung in den Erhalt des Kindergartens Spielbrink ein. (Foto: Kiga Spielbrink)

Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser begrüßte alle Anwesenden und bat, damit einverstanden zu sein, aufgrund des Besuches vieler Kinder und Eltern des Ev. Kindergartens Spielbrink den Tagesordnungspunkt „Fortschreibung der Kindergartenbedarfsplanung“ vorziehen zu dürfen. Dieser Bitte wurde selbstverständlich entsprochen.

Renate Haack vom städtischen Fachbereich für Jugend und Soziales stellte die Sachlage dar. Sie berichtete, dass bei der Kindertageseinrichtung auf dem Spielbrink in der Salzburger Straße im Zuge der U3-Ausbauplanung ein erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt wurde. Der Träger – die evangelische Kirchengemeinde Haspe – hat daraufhin beschlossen, die Einrichtung zu schließen. Sollte ein geeignetes Objekt gefunden werden, wäre die Kirchengemeinde bei finanzieller Unterstützung seitens der Stadt Hagen bereit, sich weiterhin für die Tagesbetreuung von Kindern auf dem Spielbrink einzusetzen.

Renate Haack bestätigte, dass nach wie vor Gespräche stattfinden. Der Träger habe zunächst für ein Jahr in Aussicht gestellt, dass die Kinder auch weiterhin in der Salzburger Straße betreut werden können. Derzeit würden alle Möglichkeiten und Alternativen geprüft. Ergebnisse lägen bisher noch nicht vor. Da Betreuungsplätze auf dem Spielbrink dringend benötigt würden, fänden Gespräche mit dem Träger statt, dass die Einrichtung solange geöffnet bleibt, „bis eine alternative geeignete Unterbringungsmöglichkeit auf dem Spielbrink gefunden wird“.

Dietmar Thieser wünschte sich, dass die Stadt Hagen hier eine schnelle Lösung herbeiführt. Weiterhin spricht er den Bedarf von Betrieben an, Möglichkeiten zu schaffen, Tagesbetreuungsplätze zu reservieren.

Die Bezirksvertretung Haspe beauftragte schlussendlich die Verwaltung im Hinblick auf den evangelischen Kindergarten Spielbrink nach Perspektiven zur Unterbringung der neuen Kindergartenkinder zu suchen. Falls sich keine Lösung abzeichne, solle es im Januar 2012 einen gemeinsamen Verständigungstermin zwischen Verwaltung, Bezirksvertretung Haspe und Elternvertretern geben.

Überdies wurde die Verwaltung beauftragt, hinsichtlich der Betreuungsplätze Modelle für unterschiedliche Betriebe in Haspe zu entwickeln. Dabei sollten Betreuungszeiten von 5 bis 22 Uhr berücksichtigt werden. Ergebnisse soll die Stadt bis zur Sitzung der Bezirksvertretung Haspe am 8. März 2012 vorstellen.

Ennepe-Weg

Es folgte auf Vorschlag der SPD-Fraktion das Thema „Begehbarkeit der Ennepe“. Fraktionschef Günther Stricker erläuterte seinen Antrag: Durch den Verkauf von Grundstücken und die Entwicklung daraus ist meiner Meinung nach eine zukünftige Begehbarkeit der Ennepe nicht mehr möglich. Es gibt keinerlei baurechtliche Maßnahmen, die einen Weg sichern.“

Nach Auskunft der Stadtverwaltung würde grundsätzlich dort reagiert, werde in Kürze eine Vorlage zum Thema „Varta-Gelände“ mit dem Punkt „Zugang zur Ennepe“ durch die Verwaltung eingebracht. Weiterhin werde eine Konzeptplanung zum Bereich westlich des Hauptbahnhofs, bei der das gleiche Thema eine Rolle spiele, erarbeitet. Stadtbaurat Thomas Grothe hält es ferner für sinnvoll, das Ziel eines Ennepewegs“ auch in einem Rahmenplan zu verankern. Zudem versuche die Verwaltung zur Zeit die entsprechenden Grundlagen für den RVR aufzubereiten, um eventuell Zuschüsse bekommen zu können. Unter anderem werde eine Broschüre „Revitalisierung Achse B 7“ erstellt, in der es auch um die Ennepe gehe.

Die Bezirksvertretung Haspe beauftragte daraufhin die Verwaltung einstimmig, die Begehbarkeit der Ennepe mit allen städtebaulichen Mitteln zu sichern. Die Verwaltung soll bis zur nächsten Sitzung am 2. Februar vorstellen, was bisher geleistet wurde und sie soll einen entsprechenden Antrag an den RVR unter Fördergesichtspunkten vorbereiten.

Trikotverlosung

Auch 2012 steht die traditionelle „Trikotverlosung“ an. Die Bezirksvertretung Haspe stellt aus ihren Mitteln für die nächste Trikotverlosung einen Betrag in Höhe von 2.000 Euro (2 x 500 Euro und 4 x 250 Euro) zur Verfügung. Dabei können nur Mannschaften berücksichtigt werden, die bei den letzten zwei Verlosungen nicht zu den Gewinnern gehörten. Dies wurde einstimmig beschlossen.

Außerdem stellt die Bezirksvertretung Haspe aus ihren Mitteln für das laufende Haushaltsjahr 2011 einen Betrag in Höhe von 4.000 Euro für die Schulhofausstattung der Ernst-Eversbusch-Schule zur Verfügung.

Und für das Projekt ‚Legale Graffitiflächen in Haspe – Hüttengold‘ erging ebenfalls ein einstimmiger Beschluss: „Die Bezirksvertretung Haspe stellt hierfür 750 Euro als Unterstützung zur Verfügung.“

Über eine Finanzspritze dürfen sich überdies die beiden Familienzentren im Stadtbezirk freuen – sie bekommen jeweils 1.750 Euro zur Anschaffung von benötigtem Spielzeug, Bewegungsmaterialien und Materialien zur kreativen Beschäftigung.

Der Einrichtung „Bethel vor Ort“ überweist die Bezirksvertretung einen Betrag in Höhe von 2.500 Euro zur Anschaffung eines Gartenhauses und von Gartenmöbeln.

Harkortstraße

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es dann auch um die Kreuzung Grundschötteler-/ Harkortstraße. Heike Bremser (CDU) bestätigte, dass in diesem Bereich einiges passieren müsse und bat obendrein um die Überprüfung des Einmündungsbereiches Grundschötteler-/ Harkortstraße im Bereich der Harkortschen Fabrik. Da die Ampelanlage dort eine Bedarfsanlage sei, komme es aus Richtung Quambusch häufig zu Rückstaus, welche sich im Hinblick auf das Neubaugebiet an der Harkortstraße und die zu erwartenden Zuzüge verschlimmern könnten.

Günther Stricker kritisierte, dass sich die Verkehrssituation durch die neue Ampelschaltung an der Kreuzung Enneper-/ Grundschötteler Straße/ An der Kohlenbahn deutlich verschlimmert habe. Durch die fast parallele Schaltung der Ampeln Grundschötteler Straße/ An der Kohlenbahn entstünden für die Linksabbieger der Grundschötteler Straße erhebliche Rückstaus. Die Ampelanlage An der Kohlenbahn müsse unbedingt eine längere Rot-Phase bekommen.

Die Verwaltung wurde nach dieser Diskussion beauftragt, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie man sich zukünftig die Verkehrsführung Grundschötteler-/ Harkortstraße (schmale Harkortstraße durch den Wald) vorstellt. Darüber hinaus soll die Verwaltung die Bedarfsampelanlage im unteren Einmündungsbereich Grundschötteler-/ Harkortstraße in Augenschein nehmen. Weiterhin wurde die Verwaltung beauftragt, die neue Ampelschaltung im Bereich Enneper Straße/ Grundschötteler Straße/ An der Kohlenbahn zu überprüfen. Die Ergebnisse sollen in der Sitzung der Bezirksvertretung Haspe am 2. Februar 2012 vorgestellt werden.