„Wohnzimmerhelden“ rocken zum 55-Jährigen

Hagen. Als sie sich 2014 zum Musikschulprojekt „Wohnzimmerhelden“ zusammenfanden, glaubten sie alle nicht so recht daran, noch einmal die Bühne zu rocken. Und doch geschieht genau dies am Freitag, 12. Oktober, ab 18.30 Uhr im Konzertsaal der Max-Reger-Musikschule an der Dödterstraße 10.

Die städtische Musikschule wird 55 Jahre alt und einer der bekanntesten Hagener Gitarrenlehrer – ihm ist auch ein Teil der momentanen Ausstellung „Hagen – Popstar – Glück“ im Osthaus-Museum gewidmet – präsentiert die Teilnehmer seines „betreuten Probens“ im Jubiläumskonzert.

Seit vier Jahren coacht Fischer die Schar der Ü40-Jährigen mit ihren bandtauglichen Instrumenten. Die Hobby-Musiker wagten mit den „Wohnzimmerhelden“ den Neustart an Gitarre, Schlagzeug, Bass, Saxophon oder am Mikro. Beruf und Familie ließen die alten Talente lange brach liegen, man tat sich schwer, Gleichgesinnte zu finden, geschweige die nötige Traute aufzubringen, vor anderen außerhalb des eigenen Wohnzimmers zu spielen.

Vier Combos

Das war einmal! Unter der Anleitung von Profi-Musiker Peter Fischer, der selbst auf unzähligen internationalen Bühnen gestanden hat und steht, haben sich vier eigenständige Combos entwickelt. Am kommenden Freitag heißt es Bühne frei für „Bambi‘s Accident“ – mit Rock-Coversongs, „Muddy Waters“ – Hardrock, interessante eigene Kompositionen und Neuinterpretationen bekannter Hits, „Late Night Seven“ – die Band mit dem höchsten Altersdurchschnitt, spielen Oldies und Coversongs, und dem „Jazzkombinat“. Das ist ein Sextett, das Jazzstandards spielt, in moderner, oft funkiger Interpretation.

Aber das Konzert lässt mitnichten nur die älteren Generationen grooven. Mit „ArNiMoJo“ ist eine ganz junge Formation aus den Reihen der Max-Reger-Schüler am Start. Auch sie wird von Fischer gecoacht – Rock-Coversongs mit viel Gitarre.

Jede Menge Musik made in Hagen erwartet die Konzertbesucher also. „Komm nach Hagen, mach dein Glück“ – eine Fortsetzung darf gerne folgen.

Der Eintritt zum Auftritt der fünf Bands ist übrigens frei.