Zehner-Ticket und „Jazz we can“

Hagen. (AnS) Die städtische Hagener Max-Reger-Musikschule will künftig viele neue Wege gehen. Erster Schritt: Zwei „frische“ Ideen sollen sowohl Alteingesessene als auch Neulinge in die Dödterstraße (Elbers) locken.

In Zeiten veränderter Freizeit- und Bildungsgestaltung will die altehrwürdige Ausbildungsstätte ihr Programm flexibler gestalten und bietet seit August eine Zehner-Karte für Erwachsene an. Rudolf Scharlau ist einer der ersten, der dieses Angebot in Anspruch nimmt. Beruflich stark eingebunden, würde es ihm schwer fallen, jede Woche um eine bestimmte Zeit zur Übungsstunde zu erscheinen, erklärt er. Er will das neue Ticket nutzen, um sein Hobby – das Spielen der E-Gitarre – wieder aufzufrischen. „Das Angebot passt zu mir, weil ich als fortgeschrittener Musiker auch nicht unbedingt regelmäßig eine Stunde brauche.“

Karte gut für Wechselschichtler

Ingesamt 300 Minuten in zeitlich begrenzten sechs Monaten stehen dem Nutzer zur Verfügung, dafür bezahlt er 175 Euro. Die Termine spricht er direkt mit dem Musiklehrer seiner Wahl ab. Besonders für Wechselschichtler ist diese Karte gedacht, aber auch für alle, die mal ein Instrument beschnuppern und ausprobieren wollen. Das Zehner-Ticket ist in der Verwaltung, Dödterstraße 10, erhältlich.

„Jazz we can“: Das ist in der jetzt startenden Max-Reger-Saison das neue „Baby“ von Musikschulleiter Martin Rösner.(Foto: Wk-Archiv)
„Jazz we can“: Das ist in der jetzt startenden Max-Reger-Saison das neue „Baby“ von Musikschulleiter Martin Rösner.(Foto: Wk-Archiv)

„Jazz we can“ – das ist das neue „Baby“ von Musikschulleiter Martin Rösner, ein Workshop gemeinsam mit der VHS, der ab dem 29. August 2015 in verschiedenen Kursen das Improvisieren lehrt. „Es ist wie das Legostein-Prinzip“, erklärt er. „Ausschütten und anfangen zu bauen.“ Erfahrene Dozenten wie Martin Verborg oder Peter Fischer erarbeiten mit ihren Schützlingen, wie man beispielsweise ein zweite Stimme zu einer Gospelmelodie findet oder wie aus einem Schlagzeugbeat eine Groove wird. Die musikalischen Stilrichtungen beinhalten dabei nicht nur Jazz, sondern auch Pop, Rock, Soul oder Swing. Höhepunkt ist ein Abschlusskonzert, der alle Instrumentalisten zusammen wirken lässt. „Was genau herauskommt, wird sicherlich eine Überraschung“, ist er gemeinsam mit Margarita Kaufmann, Hagens Dezernentin für Umwelt, Bildung und Soziales, gespannt auf das Ergebnis.

Singen und musizieren: Angebote, auf die Martin Rösner sein Augenmerk legt, sind auch der VHS-Chor, in dem noch Verstärkung gesucht wird, und das Weltmusik-Ensemble mit Jonas Liesenfeld, das ein besonders vielfältiges Repertoire anbietet.

Diese Angebote findet man übrigens auch im aktuellen VHS-Katalog.