Zeit für Veränderungen in Hagen

Hagen. (tau) Der Wochenkurier zieht um. Am Montag, 30. März 2015, öffnen sich die Türen im neuen Domizil an der Körnerstraße 45 (neben dem DGB, schräg gegenüber vom ADAC). Auch für die Redaktion heißt es Abschied nehmen aus den seit drei Jahrzehnten bekannten Räumlichkeiten in der 1. Etage an der Frankfurter Straße 90.

Seit Tagen werden bereits alte Unterlagen und Fotos gesichtet und aussortiert, die den Umzug mit antreten werden. Manche Erinnerung wird dabei zutage gefördert. Geschichten und Gesichter aus den vergangenen 30 Jahren: Lustige Aktionen ebenso wie traurige Schicksale privater Bürger oder öffentliche Politskandale.

Auch am neuen Standort sind die Leser in der Redaktion – diesmal im Parterre – mit ihren Anliegen herzlich willkommen. Ab April wird Vieles neu sein, aber: Der Wochenkurier hat natürlich weiterhin offene Türen sowie ein Herz und Ohr für die Nöte der Menschen, die zwischen Ennepe, Volme, Ruhr und Lenne leben. Und er behält ein kritisches Auge auf alles, was in der Region so vor sich geht.

„Die Anschrift verändert sich, das Mobiliar auch – aber unserem Motto bleiben wir treu: ’Total lokal’,“ sagt Chefredakteur Michael Eckhoff. Seit etwa 29 Jahren lenkt er das Ruder der gesamten Redaktionsmannschaft. Begonnen hat er beim Wk vor über 30 Jahren als verantwortlicher Redakteur einer monatlich erschienenen Wochenkurier-Beilage, die insbesondere auf die lokale Geschichte ausgerichtet war („Heimatkurier“). Die Geschichte hat’s Eckhoff bis heute angetan, was sich auch in seinem wichtigsten Hobby äußert: Er ist Stadtheimatpfleger und schreibt in der Freizeit am liebsten Bücher über die Volmestadt.

Zahlreiche berührende und brisante Geschichten – etwa über Miet-Nomaden oder in Not geratene Tiere – konnte Anna Linne seit 1993 aufgreifen, viele davon sorgten sogar überregional für Aufmerksamkeit. Unvergessen ihr „Fall Lisa“: Das Drama einer jungen Hagenerin mit multipler Persönlichkeitsstörung, die sich hilfesuchend an die Wk-Redaktion gewandt hatte, weil sie mit ihrem Leben nicht mehr zurecht kam. In der RTL-Talkshow „Schreinemakers Live“ war Anna Linne später zu Gast, um über den Fall Lisa zu berichten.

Als Praktikantin fing Bärbel Taubitz 1989 in der Redaktion an – und blieb als Redakteurin. Mittlerweile ist sie auch für das Layouten der Druckvorlagen zuständig. Redaktionell betreut sie vor allem Sonderseiten und Unternehmensportraits. „Ich finde die Einblicke in Hagener Firmen und ihre Entwicklungen über die Jahre spannend,“ sagt die überzeugte Volmestädterin, die privat als Naturfotografin durch heimatliche Gefilde streift.

Die Wk-Sportberichterstattung liegt bei Anja Schade in trainierten Händen. Die Hagenerin mit einem großen Faible für Skandinavien kann sich übrigens auch noch bestens an ihre erste Titelgeschichte erinnern, die sie mit 18 als Schülerpraktikantin schrieb: „Der Wald wird gefegt!“ Es ging um Baumpatenschaften in Haspe.

Dort in Haspe ist Sandra Schievelbusch zu Hause, und dieser Stadtteil liegt ihr besonders am Herzen. Eine ihrer wichtigsten Erkenntnisse, seit sie 1996 in die Wochenkurier-Redaktion einstieg: „Man erfährt viel mehr über Menschen, wenn man sie einfach mal reden lässt und intensiv zuhört statt sie mit vielen Fragen zu überhäufen.“

Andrea Schneider und Claudia Eckhoff sind als „Doppel“-Redakteurinnen sowohl in Hagen als auch in der Filiale Iserlohn tätig. Während Claudia Eckhoff seit über zehn Jahren insbesondere mit ihren „SonnTalks“ am Wochenende eine breite Leserschaft erfreut, ist Andrea Schneider ein „Hans Dampf in allen redaktionellen Gassen“: Das Sport-Metier ist ihr genauso willkommen wie das klassische Personen-Portrait.

Seit Jahresbeginn komplettieren die beiden Volontäre Tim Haacke und Sarah Schwarz das Redaktions-Team und sind längst schon zu „Juwelen“ geworden. Mit vollem Engagement gehen sie jedes Thema an – von Kultur bis Politik, von Autotest bis Sport – und sind scheinbar unerschöpflich in ihrem jungen Ideenvorrat.

Last but not least: Dass der Wochenkurier auch im Internet präsent ist, dafür sorgt Jan Eckhoff. Er ist und bleibt der Mann für „Social Media“ und für den Terminkalender – eine der umfassendsten lokalen Veranstaltungsübersichten der Region, sie ist bekanntlich in jeder Wk-Ausgabe auf Seite zwei zu finden.