Zeugen gesucht: Schwerer Sturz auf Baustelle

Wetter. (th) Ein Unfall mit gravierenden Folgen hat das Leben von Swanhilt Kozlik dramatisch verändert. Seit einem dreiviertel Jahr muss sie täglich zum Arzt und spürt schwere Schmerzen. Auf einer ungesicherten Baustelle in der Kaiserstraße war sie im November letzten Jahres zu Fall gekommen. Stadt, Baufirma und Versicherung wollen keine Verantwortung übernehmen. Für den anstehenden Prozess sucht sie nun Augenzeugen.

Es ist der 6. November 2014, ein ganz normaler Donnerstag. Gegen ungefähr 17.30 Uhr befindet sich Swanhilt Kozlik nach dem Einkaufen auf dem Heimweg. Es ist bereits dunkel und ganz plötzlich endet der asphaltierte Weg vor ihr. Also versucht sie die Straße zu überqueren, um auf der anderen Seite weiterzugehen. Doch auch der Bereich dort ist nicht asphaltiert, der Abstand zwischen Bürgersteig und Straße ist viel größer als sonst und Swanhilt Kozlik stürzt. An den Folgen dieses Unfalls leidet sie bis heute.

Schlimme Folgen

Swanhilt Kozlik erleidet schwere Verletzungen im Kopf- und Schulterbereich. Sie muss zunächst neun Tage im Krankenhaus behandelt werden, seitdem muss sie täglich zum Arzt und zweimal in der Woche zur Krankengymnastik. Sie hat Schmerzen, leidet an den Folgen von Narkose und Schmerzmitteln und hat immer wieder mit Wasseransammlungen zu kämpfen. Auch finanziell stellen die Rechnungen für Medikamente und Behandlung sowie die Fahrtkosten eine große Belastung dar.

Und diese ganze Tortur muss sie nur deshalb erdulden, weil die Baustelle nicht ordnungsgemäß gesichert war. Keine Warnschilder, keine Absperrungen, noch nicht mal eine Beleuchtung, die wenigstens ein selbstständiges Erkennen der Gefahr ermöglicht hätte. Sohn Arnd Kozlik dokumentiert die untragbaren Zustände, doch auch nach dem Unfall bleibt die Baustelle noch eine Weile ungesichert.

Zeugen gesucht

Schuld daran möchte niemand sein, die Stadt Wetter und die Baufirma Krutmann sehen sich jeweils nicht in der Verantwortung. Deshalb will Swanhilt Kozlik vor Gericht ihr Recht erstreiten, sie fordert Schmerzensgeld und Schadenersatz für die entstandenen Kosten. Für die Verhandlung sucht sie nun dringend Zeugen, insbesondere drei Personen, die am Abend des 6. Novembers vor Ort waren und ihr nach ihrem Unfall geholfen haben.

Doch auch alle anderen Personen, die den Sturz beobachtet haben oder aber selbst durch die ungesicherte Baustelle in Gefahr geraten sind, können sich unter Tel. 02335/ 9708155 oder 0171/ 5444925 melden.