Zirkus Knie ist da: Atemberaubende Artistik und Dressuren in Hagen

[1/4] Einen kleinen Vorgeschmack auf die große Show geben Jochen Träger-Krezola und die Damen an seiner Seite. Der Tierlehrer hat mit seinen außergewöhnlichen Dressuren schon viele internationale Jurys bezaubert.(Foto: Andrea Schneider) [2/4] Hinten wird

[1/4] Einen kleinen Vorgeschmack auf die große Show geben Jochen Träger-Krezola und die Damen an seiner Seite. Der Tierlehrer hat mit seinen außergewöhnlichen Dressuren schon viele internationale Jurys bezaubert.(Foto: Andrea Schneider) [2/4] Hinten wird

Hagen. (as) Der Zirkus Charles Knie ist einer der letzten großen Zirkusse im Land. „Ein Dinosaurier“, sagt Sascha Melnjak. Doch manchmal wünscht sich der Zirkusdirektor mehr Konkurrenz. Mehr Zirkusse auf ähnlich hohem Niveau, mit gefeierten Artisten und für Tierliebe, Qualität und Originalität ausgezeichneten Tierdressuren.
„Das wäre gut für unsere Zunft“, sagt Sascha Melnjak. Der ausgebildete Kaufmann hat sich, als er vor zehn Jahren den Zirkus Charles Knie übernommen hat, einen Kindheitstraum erfüllt. Deshalb setzt er immer wieder auf ein Programm, wie er es sich selbst als Kind gewünscht hat. Wie atemberaubend diese Kindheitsträume gewesen sein müssen, davon können sich die Hagener bis Montag, 5. Juni, selbst überzeugen. Denn: Der Zirkus Charles Knie ist in der Stadt.
Der Wochenkurier präsentiert den Top-Zirkus, der auf dem Höing seine Zelte aufgeschlagen hat. Manege frei heißt es täglich um 16 und um 19.30 Uhr. Geänderte Vorstellungszeiten gelten für Pfingstsonn- und -montag: An diesen beiden Tagen beginnen die Shows bereits um 11 und 15 Uhr.
Der Otto-Ackermann-Platz auf dem Höing hat sich in Windes­eile in eine schillernd-bunte Zirkuswelt verwandelt. Noch am Montag hatten die Artisten ihr Publikum in Osnabrück zum Lachen und Staunen gebracht. Schon am heutigen Mittwoch, 31. Mai, heißt es Manege frei zur Hagener Premiere. Eine logistische Meisterleistung, bei der alle 96 Personen, ganz gleich ob Clown, Tierlehrer, Elektriker, Kraftfahrer oder Büroangestellte, wie eine perfekt geölte Maschine zusammenarbeiten.
Ein Tierlehrer und die Kritik
Während am gestrigen Dienstag noch der Bodenbelag im Empfangszelt verlegt und die Ton- und Lichttechnik auf die anstehenden Aufführungen abgestimmt wurden, schnüffelten und schmatzten Pünktchen und seine Freunde wohlig in in ihrem Gehege. Pünktchen ist ein Minischwein. Eines von mehreren. Es gehört zur fidelen Truppe, mit der Tierlehrer Jochen Träger-Krenzola sogar schon die hochkarätige Jury des „Circusfestivals von Monte Carlo“ verblüfft und begeistert hat.
Auch Gelbhaubenkakadu-Mädchen Tita gehört zur ungewöhnlichen Kombo von Jochen Träger-Krenzola. 31 Jahre alt ist die Dame. Sie hat gerade keine Lust zu pfeifen, stattdessen möchte sie lieber mit ihrem Tierlehrer kuscheln.
Als Tierlehrer ist Jochen Träger-Krenzola einer der Vertreter des Zirkusses, die immer wieder angefeindet werden. Besonders Peta hat sich auf die Fahnen geschrieben, erst die Tiere in den Zirkussen, dann in den Zoos, schließlich die Haustiere in die Freiheit zu entlassen.
Auch in Hagen gibt es wieder Proteste. Eine Delegation der Grünen möchte sich vor Ort ein Bild machen, wie es um das Tierwohl im Zirkus Charles Knie bestellt ist. Darüber ist Jochen Träger-Krenzola froh. „Es ist gar nicht selbstverständlich, dass sich Kritiker tatsächlich selbst von der Situation im Zirkus überzeugen“, sagt er.
Höchste Auszeichnungen für die Dressuren
Die meisten Kritiker, das weiß auch Zirkusdirektor Sascha Melnjak, wollen sich gar nicht von der Qualität der Tierhaltung überzeugen. Stattdessen werden einfach Zirkusplakate überklebt oder zerstört.
Doch beim Zirkus Charles Knie ist man stolz auf die präsentierten Tierdressuren. Dafür wurde der Zirkus erst kürzlich ausgezeichnet. „Seit Jahren schon sind wir Gäste beim Internationalen Circusfestival von Monaco“, erzählt Zirkusdirektor Sascha Melnjak. „Beim letzten Festival wurden wir von Prinzessin Stephanie von Monaco, der Schirmherrin des Festivals, gebeten, dabei zu sein.“ Und zwar mit überwältigendem Erfolg. Das Team um Chef-Tierlehrer Marek Jama vom Zirkus Charles Knie räumte vier Preise ab, darunter die höchste Auszeichnung des Festivals, den silbernen Clown.
Auch diese preisgekrönten Shows werden natürlich in Hagen zu erleben sein. Einige wenige vergünstigte Eintrittskarten gibt es noch beim Wochenkurier an der Körnerstraße 45 in Hagen. Tickets zu den regulären Preisen von 12 bis 34 Euro können ganz einfach im Internet-Ticket-Shop auf der Internetseite www.zirkus-charles-knie.de ausgedruckt oder unter der Hotline Tel. 0171 / 9462456 bestellt werden. Natürlich gibt es auch noch Eintrittskarten an der Zirkuskasse.