Zum Tag der Zahngesundheit: Ein Fakten-Check

Pünktlich zum Tag der Zahgesundheit am 25. September: Fünf Legenden zur Zahngesundheit und ihr Wahrheitsgehalt. (Foto: Bernd Kasper/pixelio.de) Pünktlich zum Tag der Zahgesundheit am 25. September: Fünf Legenden zur Zahngesundheit und ihr Wahrheitsgehalt.

Pünktlich zum Tag der Zahgesundheit am 25. September: Fünf Legenden zur Zahngesundheit und ihr Wahrheitsgehalt. (Foto: Bernd Kasper/pixelio.de) Pünktlich zum Tag der Zahgesundheit am 25. September: Fünf Legenden zur Zahngesundheit und ihr Wahrheitsgehalt.

Hagen. (Red.) Zahlreiche Mythen rund um die Thematik Zahngesundheit kursieren im Volksmund und werden seit Jahrzehnten von Generation zu Generation weitergegeben. Dies birgt Gefahren, da einige der Überlieferungen nicht der Wahrheit entsprechen und somit die Zahngesundheit ernsthaft gefährden können. Aus diesem Grund lautet das Motto des diesjährigen Tages der Zahngesundheit „Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen“.
Im Fokus des am 25. September stattfindenden Aktionstages steht die Überprüfung geläufiger Zahnmythen auf ihren Wahrheitsgehalt. „Viele Menschen leiden an Karies, Parodontitis oder Zahnfleischentzündungen, der sogenannten Gingivitis. Diese Erkrankungen lassen sich in der Regel vermeiden, wenn Patienten einige Grundsätze zur Mundhygiene einhalten. Hierbei hilft die zahnärztliche Aufklärung“, erklärt Dr. med. dent. Thea Lingohr MSc., Zahnärztin und Oralchirurgin aus Köln. Sie räumt mit den geläufigsten Mythen auf:
1. Milchzähne benötigen keine umfangreiche Pflege
Das stimmt nicht! Auch wenn es noch immer Eltern gibt, die die frühkindliche Mundhygiene vernachlässigen, weil sie denken, dass die Milchzähne ohnehin ausfallen. Gewissenhafte Zahnpflege und regelmäßige Kontrolluntersuchungen müssen auch bei den Kleinsten im Fokus stehen, da sonst dauerhafte Schäden der bleibenden Zähne drohen..
Zudem spielen die Milchzähne eine wichtige Rolle bei der Sprachentwicklung. Aus diesen Gründen sollte das Putzen der Milchzähne bis zum zweiten Lebensjahr einmal täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahncreme erfolgen.
2. Schlechte Zähne und Karies sind vererbbar
Falsch! Die Anfälligkeit, an Karies zu erkranken, bekommen Menschen nicht vererbt, da Karies zu den Infektionskrankheiten gehört. Lediglich Zahnfehlstellungen und Gendefekte, die eine Veränderung der Zahnhartsubstanz zur Folge haben, zählen zu den vererbbaren Krankheiten.
3. Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn
Glücklicherweise stimmt das nicht. Aber es ist richtig, dass der veränderte Hormonhaushalt in der Schwangerschaft Auswirkungen auf die Mundhöhle hat. Die Zusammensetzung des Speichels verändert sich und infolgedessen leiden Schwangere unter einem erhöhten Kariesrisiko.
4. Elektrische Zahnbürsten putzen besser als Handzahnbürsten
Stimmt nur bedingt – entscheidend für das Putzergebnis ist nicht die Art der Zahnbürste, sondern die Putzdauer sowie die Putztechnik. Allerdings helfen elektrische Zahnbürsten dabei, Putzfehler zu vermeiden oder auszubügeln.
5. Ein Biss in den Apfel hilft Karies zu verhindern
Falsch. Es stimmt, dass das Verzehren harter Lebensmittel wie Äpfel und Karotten den oberflächlichen Zahnbelag abreibt – als adäquaten Ersatz für das Zähneputzen eignet sich das Essen eines Apfels dennoch leider nicht.