Zusammenhalt fördern – Schulden senken

Gevelsberg/EN-Kreis. (zico) Für die vorgezogene Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai hat die heimische CDU auf ihrer Wahlkreisdelegiertenversammlung im Haus Ennepetal im Wahlkreis 104 (Gevelsberg, Ennepetal, Breckerfeld, Hagen-Eilpe und Hagen-Haspe) den 46-jährigen Gevelsberger Dirk Weithe als Direktkandidaten nominiert. Weithe erhielt mit über 96 Prozent der Stimmen das Vertrauen der Delegierten.

Von Gevelsberg aus möchte CDU-Kandidat Dirk Weithe in den Düsseldorfer Landtag einziehen. (Foto: Frank Schmidt)

Weithe legt neben seinen thematischen Schwerpunkten besonderes Augenmerk auf die Stärkung des bürgerlichen Gemeinschaftsgefühls und den Zusammenhalt. Als passionierter Handballer ist seit 35 Jahren beim Hasper SV beziehungsweise bei der HSG Haspe/Westerbauer aktiv, legt als Sportschütze beim SV Linderhausen an, liest gern und beschäftigt sich mit seinem Computer. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne im Alter von 17 und 14 Jahren und ist Kommunalbeamter in der Funktion des stellvertretenden Fachdienstleiters der Schulverwaltung bei der Stadt Hagen.

Der wochenkurier fragte den Herausforderer von Hubertus Kramer (SPD), der bei den jüngsten beiden Urnengängen den Wahlkreis 104 gewann, nach seinen politischen Zielen und Chancen.

Was hat Sie bewogen, am 13. Mai bei den Landtagswahlen für die CDU zu kandidieren?

Dirk Weithe: Die Erkenntnis, dass man sich engagieren muss, um das, was einem wichtig ist, auch an zukünftige Generationen weitergeben zu können. Es reicht nicht, sich zurückzulehnen und abzuwarten, dass andere etwas tun. Für die CDU kandidiere ich, weil ich hier mein Verständnis von Werten in der heutigen Zeit wiederfinde.

Was sind ihre politischen Schwerpunkte?

Dirk Weithe: Meine politischen Schwerpunkte sind interessen- und berufsbedingt die Bereiche Bildung, Finanzen und innere Sicherheit.

Welche politischen Erfahrungen werfen Sie in die Waagschale?

Dirk Weithe: Ich engagiere mich seit meiner Schulzeit im politischen Raum und habe langjährige Erfahrung durch meine berufliche Tätigkeit bei der Stadt Hagen. Weiterhin bin ich sachkundiger Bürger im Ausschuss für Schulen, Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Gevelsberg.

Welche Chancen sehen Sie für sich, das Mandat im Wahlkreis 104 direkt zu erobern?

Dirk Weithe: Sofern wir es schaffen, die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen, ihre Stimme abzugeben und somit eine hohe Wahlbeteiligung erzielt wird, erwarte ich ein wesentlich engeres Ergebnis als bei der letzten Landtagswahl. Dies auch vor dem Hintergrund der schlechten Umfrageergebnisse der FDP und der Erfolge der Piratenpartei in der letzten Zeit. Weiterhin bin ich der festen Überzeugung, dass eine Mehrheit in der bürgerlichen Mitte die teuren Wahlversprechen und unsolide Politik einfach nicht mehr will.

Was wollen Sie in Düsseldorf für ihren Wahlkreis erreichen?

Dirk Weithe: Die Interessen der Bewohner meines Wahlkreises aktiver als bisher geschehen vertreten und insbesondere die Bereiche Bildung und Finanzen stärker in den Fokus der Landespolitik zu stellen.

Halten Sie den Zeitpunkt für die Neuwahlen für Ihre Partei günstig?

Dirk Weithe: Ich halte den Zeitpunkt für längst überfällig, da endlich der Schuldenregierung in Düsseldorf aufgezeigt werden musste, dass die heutigen Schulden nicht die Steuereinnahmen von morgen sind, sondern die finanziellen Fesseln unserer Kinder und Enkelkinder darstellen. Bisher 133 Milliarden Euro sind ein Mühlstein um den Hals der nachfolgenden Generationen; diese Entwicklung darf so nicht weitergehen.

Hätte es aus Ihrer Sicht Möglichkeiten für die CDU gegeben, konstruktiver mit der Minderheitsregierung zusammen zu arbeiten?

Dirk Weithe: Sofern sich die Schuldenkönigin Kraft von Sachkriterien hätte leiten lassen, vielleicht. Aber da sie immer wieder, entgegen jedem finanziellen Sachverstand, eine immer größere Verschuldungspolitik propagiert hat, die im Übrigen auch gerichtlich einer Überprüfung nicht standgehalten hat, sehe ich persönlich keine Handlungsfelder für eine Zusammenarbeit. Dort, wo Sachkriterien im Vordergrund standen, haben wir, was der Bereich der Bildungspolitik – Stichwort Sekundarschule – auch sehr deutlich gemacht hat, alles dafür getan, dass es im Land NRW vorangeht und die betroffenen Eltern Planungssicherheit für die Zukunft ihrer Kinder bekommen.