26. Friedensfest: Herz statt Hetze

Iserlohn. (th) An einem neuen Standort, aber mit dem gleichen Konzept wie immer, findet das 26. Friedensfestival vom 24. bis 26. Juni 2016 statt. „Umsonst und draußen“  erwarten 13 Bands aus ganz Deutschland die Besucher diesmal auf der Wiese unterhalb des Parktheaters. Das Motto in diesem Jahr: „Herz statt Hetze“.

Die Gegendemonstranten zu „Pegida“ entwickelten diesen Spruch, den das Friedensplenum Iserlohn bereits für eine eigene Demo benutzte und nun auch als Festmotto wählte. Auf der Bühne wird es während der Festivalzeit immer wieder auch politische Impulse zu aktuellen Themen geben.

Vielseitiges Programm

Vor allem aber spielt auf der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes die Musik. Die Besucher dürfen sich auf eine bunte Mischung aus Punk, Rock, Hea­vy Metal und Reggae freuen. Die Headliner sind die Bands „Arsen“, „Rantanplan“ und „Fatcat“, aus Iserlohn sind die „Escart“, „Woeste“ und der „Werkschor Auerweg“ dabei.

Darüber hinaus gibt es Essen und Getränke zu fairen Preisen, auch wenn die Getränkepreise im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen sind. Diese erste Preiserhöhung seit 16 Jahren, als die D-Mark-Preise in Euro umgerechnet werden mussten, hängt neben steigenden Kosten vor allem mit einer Vereinfachung zusammen, die besonders das Personal entlasten soll.

Helfer-Brunch am Sonntag

Helferinnen und Helfer werden nach wie vor gesucht, für das Friedensfest und auch für die regelmäßige Mitwirkung im Friedensplenum. Am Sonntag, 22. Mai, findet im Jugendzentrum am Karnacksweg ab 11 Uhr ein Brunch für alle Helferinnen und Helfer statt, Interessierte können einfach vorbei kommen.

Für das Friedensfest und auch ins Friedensplenum möchten die Verantwortlichen auch Flüchtlinge gezielt einladen, unter anderem auf diese Weise füllen sie das diesjährige Motto mit Leben.

Dass das Fest auf der Wiese beim Parktheater stattfindet, liegt daran, dass der Platz an der Bauernkirche noch nicht fertig ist. Da ein neuer Standort viele neue Herausforderungen birgt, hat der bereits erfahrene Jörg Jung die Leitung der Vorbereitungen ein zweites Mal übernommen, obwohl das Friedensplenum diese Aufgabe eigentlich nicht zwei Mal an dieselbe Person vergeben möchte.

2017 wieder an der Bauernkirche

Im nächsten Jahr sind die Bauarbeiten am Fritz-Kühn-Platz voraussichtlich abgeschlossen und das Friedensfest kann wieder an gewohnter Stelle stattfinden. Ob es dann auch wieder zeitgleich zum Schützenfest des IBSV ausgerichtet wird, ist noch unklar. Im vergangenen Jahr war das Friedensfest erstmalig bewusst auf ein anderes Wochenende verschoben worden. In diesem Jahr war aufgrund der räumlichen Nähe des Festgeländes eine Zeitgleichheit von Anfang an ausgeschlossen.