Abnehmen ist leichter als Zunehmen!

Iserlohn. (clau) Jeder, der sich derzeit im Kampf mit seinem Winterspeck abmüht, wird verwundert aufhorchen, wenn er hört, was der weit über Iserlohners Grenzen hinaus bekannte Coach Andreas Winter dazu zu sagen hat. „Abnehmen ist leichter als Zunehmen!“, behauptet der Diplom-Pädagoge in seinem mittlerweile neunten Buch, das in Kürze in den Buchhandel kommt.

Seine These hat Andreas Winter bereits 2007 in einem gleichnamigen Buch vorgestellt. Es wurde ein Bestseller. Obwohl es sich eher theoretisch mit den Fragen beschäftigt, warum wir zunehmen und wie genau das Abnehmen vonstatten geht, nutzten es viele Leserinnen und Leser, um allein durch die daraus gewonnenen Erkenntnisse ihre überflüssigen Pfunde loszuwerden.

Nicht die Nahrung verändern, sondern das Denken

Der Iserlohner Coach Andreas Winter behauptet: Nicht Nahrung, sondern Stress macht dick! Mit seinem neuen Praxisbuch „Abnehmen ist leichter als Zunehmen“ will er seiner Leserschaft den Weg in ein leichteres Leben bahnen. (Foto: Claudia Eckhoff)

„Derart praktisch war es meinerseits damals gar nicht gedacht“, gesteht Andreas Winter im Rückblick. „Es ging mir eher darum, erst einmal aufzuzeigen, dass uns nicht blanke harte Disziplin vom Übergewicht befreit, sondern unser Denken. Es ist gar nicht die Nahrung als solche, die wir verändern müssen, um abzunehmen. Es gibt schließlich die unterschiedlichsten Diäten bis hin sogar zur Schokoladen-Diät! – Sie alle funktionieren. In der einen sind Eier erlaubt, in der anderen verboten. Das lässt vermuten, dass es beim Abnehmen weniger auf die Nahrungmittel als auf unseren innere Haltung beim Essen ankommt. Dieser Frage bin ich in meinem damaligen Buch zunächst theoretisch nachgegangen.“

Das Praxisbuch

Seine Erkenntnisse stellt Andreas Winter unter dem Titel „Abnehmen ist leichter als Zunehmen“ seitdem auch gelegentlich in Kursen der örtlichen Volkshochschule vor. „Nicht allen Menschen reicht die bloße Theorie“, sagt der Autor. „Deshalb habe ich mich entschlossen, unter dem gleichen Titel nun noch ein Praxisbuch, ein 10-Tage-Starthilfe-Programm zur dauerhaften Gewichtsreduktion zu verfassen.“

Das Buch wird im Mankau-Verlag am 11. April inoffiziell erscheinen und ab Anfang Mai im Buchhandel erhältlich sein.

Wie kann es sein, dass der eine futtert und nascht ohne Ende und doch kein Gramm zunimmt, während der andere nur vom Zuschauen schon Fett ansetzt? – Stimmt das überhaupt? – Wird man gar nicht dick, solange man nur den Körper ernährt, nimmt aber zu, sobald man isst, weil es einem schmeckt? – Ist Fettleibigkeit erblich oder krankhaft? – Was verbirgt sich hinter dem Frust-Futtern? – Wie wird das Essen für uns zum emotionalen Rettungsboot und wie kommen wir da wieder raus? – Auf solche und ähnliche Fragen geht Autor Andreas Winter auch in seinem neuen Buch auf vielfältige Weise ein.

Dickmacher Stress

„Der Stress ist es, der uns dick macht. Er sorgt dafür, dass wir festhalten, dass wir binden, statt einfach durchzureichen und wieder auszuscheiden, was der Körper eigentlich gar nicht braucht, oder was wir zuviel zu uns genommen haben“, so lautet die Kernthese des Iserlohner Coaches.

Diese Erkenntnis könnte die ganze Diät-Industrie um ihre Einnahmen und Gewinnen zittern lassen. Andreas Winter ist überzeugt: „Was wir in Ruhe und gelassen essen, setzt nicht an. Was wir selbst oder andere uns zu essen erlauben, macht uns nicht dick. Deswegen funktionieren all diese so unterschiedlichen Diäten. Aber sobald wir Mangel erleben oder ihn fürchten, sobald wir in Stress geraten, stösst unser Körper verstärkt das Stresshormon Cortisol aus, das ganz erheblich am Fettaufbau beteiligt ist.“

Lernen vom Kamel

Gern zieht er hier das Beispiel des Kamels hinzu, das um Unmengen von Wasser überhaupt speichern zu können, erst von seinem Treiber ausgedürstet werden muss, bevor er es zur Wasserstelle führt. Ohne den so erlebten Mangel, ohne den Stress der Not und des Durstes würde auch das Kamel das zuviel getrunkene Wasser nicht einlagern! „Angenommen, wir äßen täglich ein Kilo Quark. Würden uns dann von dem ganzen Calizum etwa Stoßzähne wachsen?“, fragt Andreas Winter herausfordernd und grinst. „Wenn der Stresslevel niedrig ist, gibt der Körper eben alles ab, was überflüssig ist, statt es krampfhaft festzuhalten.“

Innere Blockaden

Die physiologischen Hintergründe der Wasserbindung und des Fettaufbaus erläutert Winters Praxisbuch genauer. Er geht aber auch auf ganz andere Aspekte der Diäterei ein. Anhand von Fallbeispielen etwa stellt er dar, dass es insgeheim für manchen auch Vorteile haben mag, zu viele Pfunde mit sich herumzutragen. „Der eine meint, er stelle so mehr dar, mehr Masse, mehr Größe, mehr Macht. Der andere schätzt seine Pfunde vielleicht, weil sie ihm einen Vorwand bieten, um nicht schwimmen gehen zu müssen.“

Der Coach weiß aus seiner jahrelangen Erfahrung in zahllosen Beratungsgesprächen zu Fragen der Erziehung, der Gesundheit und der Konfliktlösung, dass Abnehmbemühungen oft an solchen meist unbewussten inneren Blockaden scheitern.

Ran an den Speck!

Ansonsten kann die Abnehmoffensive starten: Mit Theorie, Fallbeispielen, Tagestipps und zusätzlich einem Live-Coaching auf CD geht es in Winters neuem Buch zehn Tage lang ran an den Speck.