Adler Mannheim – Iserlohn Roosters

Mannheim/Iserlohn. An vergangenen Freitag, 8. Januar 2016, führte es die Jungs vom Seilersee zu den Adlern nach Mannheim. Die Adler sind amtierender Meister und für die Roosters immer eine harte Nuss. Doch sollte das auch an diesem Tag so sein?

Der Meister schien zwar etwas nervös im ersten Drittel, aber auch die Iserlohner zeigten nicht ihr Bestes. Beide Teams erarbeiteten sich zwar teils wirklich gute Chancen, das erste Drittel ging allerdings torlos aus.

Im zweiten Drittel drehten die Adler auf, machten ordentlich Druck vor dem Kasten von Chet Pickard, der sein Tor aber sauber halten konnte. Die Roosters ackerten und belohnten sich mit wachsenden Chancen. Kurz vor Ende des Mitteldrittels war es dann so weit: Nick Petersen machte ein wunderbar herausgespieltes Tor. Boris Blank spielte auf Mike York, der bewies mal wieder Scharfsicht und spielte einen Traumpass auf Nick Petersen, der die Hartgummischeibe im Tor unterbrachte. Mit dieser knappen Führung ging es in die Kabine.

Der Vorsprung war nicht von langer Dauer: Es waren erst etwas mehr als zwei Minuten im letzten Drittel gespielt, als ausgerechnet Ex-Rooster Brent Raedeke Chet Pickard überwinden konnte und so den Ausgleich schaffte. Mannheim nutzte den Treffer als Motivation und war weiterhin brandgefährlich vor dem Iserlohner Tor. Auch die Blau-Weißen hatten hochkarätige Chancen, unter anderem einen Lattenschuss von Ryan Button. Mal wieder fiel in 60 Minuten keine Entscheidung, mal wieder ging es in die Overtime. Aber immerhin: Ein Punkt würde auf jeden Fall mit ins heimische Sauerland fahren. Nach drei gespielten Overtime-Minuten verschob Ryan Button das Tor seines Goalies, in dem Hospelt den Puck untergebracht hatte.

Die Schiedrichter zogen den Videobeweis zur Rate, gaben den Treffer für Mannheim nicht, entschieden allerdings auf Penalty. Hospelt verwandelte für Mannheim und das Spiel war vorbei. Die Adler sicherten sich den Zusatzpunkt und für die Blau-Weißen heißt es: Mund abwischen, weitermachen.

Die Statistik

  • Adler: Endras – Akdag, Carle; Wagner, Bittner; Richmond, Fischer, Riefers – Joudrey, Kink, Buchwieser; Hospelt, Arendt, Palausch; Metropolit, Raedeke, Rheault; Hecht, Ullmann, MacMurchy
  • Roosters: Pickard – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Orendorz, Raymond – Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Sylvester; York, Blank, Petersen; Hamill, Shevyrin, Friedrich
  • Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Bauer (Nürnberg)
  • Tore: 0:1 (39:27) Petersen (York, Blank), 1:1 (42:13) Raedeke (Rheault, Richmond), 2:1 (63:02) Hospelt (PS)
  • Strafen: Adler: 12; Roosters: 6
  • Zuschauer: 13.600 (ausverkauft)