„Am Ende wird‘s schöner“ – Iserlohner Altstadtbaustelle: Letzter Abschnitt fertig

[1/2] Geschafft! Der Hohler Weg als letzter Abschnitt der gewaltigen Altstadtbaustelle wird am späten Dienstagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Damit endet ein mehr als zweijähriges Bauprojekt im Herzen Iserlohns. Das Foto zeigt ein begeister

[1/2] Geschafft! Der Hohler Weg als letzter Abschnitt der gewaltigen Altstadtbaustelle wird am späten Dienstagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Damit endet ein mehr als zweijähriges Bauprojekt im Herzen Iserlohns. Das Foto zeigt ein begeister

Iserlohn. (as) Baurat Mike-Sebastian Janke hat gut Lachen. „Willkommen“, strahlt er. Und: „Wir freuen uns.“ Wir, das sind in diesem Fall Stefan Dörpinghaus, Nicole Neuhoff, Rüdiger Klincke und Stefan Thiemann.
Dem Team von der „Abteilung Maulwurf“ der Iserlohner Stadtverwaltung, also aus den Bereichen Infrastruktur, Straßenbau und Entwässerung, ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Altstadtbaustelle beinahe im Zeitplan geblieben ist. „Im Frühjahr 2017 wollten wir ursprünglich fertig sein“, resümiert Mike-Sebastian Jan­ke und fügt augenzwinkernd hinzu: „Jetzt ist Juli, also quasi Frühsommer.“
Und: Es ist vollbracht: Am späten Dienstag­nachmittag, 18. Juli, sollen die letzten, zurzeit noch gesperrten Bereiche in der Iserlohner Innenstadt wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Hohler Weg ist dann wieder vom neuen Kreisverkehr am Kurt-Schumacher-Ring bis zur Friedrichstraße wieder befahrbar. Die Busse der Märkischen Verkehrsgesellschaft kurven sogar schon ab Montag, 17. Juli, über den funkelnagelneuen Straßenabschnitt.

Viel ist geschehen, seit die Altstadt-Baustelle im Februar 2015 eingerichtet wurde: Etwa anderthalb Kilometer Kanal samt 54 Kontrollschächten und einem riesigen Regenüberlauf wurden erneuert und neu erstellt. Zwei Kreisverkehre wurden gebaut. Gut 1,1 Kilometer Straße wurde erneuert, die dazugehörigen Gehwege natürlich auch. Fünf Bushaltestellen wurden verändert bzw. ganz neu geplant. An der Kreuzung Hohler-Weg / Konrad-Adenauer-Ring ist eine neue Ampelanlage angelegt worden.
„Optisch und technisch sind wir jetzt auf dem neuesten Stand“, sagt Stefan Dörpinghaus, der vor Ort für das große Projekt verantwortlich zeichnete. „Bis Ende August“, räumt er ein, „kann es noch zu vereinzelten Verkehrseinschränkungen kommen.“ Der Grund: Ein paar Restarbeiten wie das Verfugen der neuen Bordsteine sind noch zu erledigen.
Mike-Sebastian Janke atmet tief durch. Natürlich habe es auch bei dieser Baustelle ein paar Überraschungen gegeben, sagt er. An einer Stelle habe man Kabelschächte gefunden, mit denen man nicht gerechnet habe. An der nächsten sei man kurz von massivem Felsgestein ausgebremst worden. Doch schlussendlich habe alles geklappt.
Den sprichwörtlichen Hut zieht der Baudezernent vor den Anwohnern, die mehr als zwei Jahre Schmutz, Lärm und sonstige Unannehmlichkeiten erduldet haben. „Bitte halten Sie durch“, hat er immer wieder gesagt. „Am Ende wird‘s schöner.“ Mike-Sebastian Janke schaut sich um. Er blickt den feinen, neuen Straßenzug hinunter und strahlt mit der Sonne um die Wette. Ja, möchte man sagen, da hat er recht gehabt.