An der Stenner geht‘s nur gemeinsam

Von einem bunten Programm wurde die Feierstunde umrahmt. Das Gymnasium An der Stenner in Iserlohn erhielt den Preis des Integrationsrates für ein Theaterprojekt der Internationalen Klasse.(Foto: Stadt Iserlohn)

Iserlohn. Bereits zum zehnten Mal wurde jetzt der Preis des Iserlohner Integrationsrates „Es geht nur gemeinsam“ verliehen. Ausgezeichnet wurde das Gymnasium An der Stenner für ein Theaterprojekt der „Internationalen Klasse 2“, das durch die Abteilung Jugendarbeit der Stadt Iserlohn unterstützt wurde. Ergänzend dazu ist ein Video entstanden.
Mit dem Preis möchten der Integrationsrat und die Stadt Iserlohn zur Verständigung zwischen allen Gruppen und Institutionen in Iserlohn und damit zum Gelingen von Integration vor Ort beitragen. Hier ist das Gymnasium An der Stenner mit gutem Beispiel für einen Integrationserfolg vorangegangen.

In der Internationalen Klasse für Kinder mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung, von denen es zurzeit fünf an verschiedenen Iserlohner weiterführenden Schulen gibt, werden die Schüler und Schülerinnen nicht nur unterrichtet. Als Quereinsteiger werden sie unter dem Schwerpunkt Spracherwerb und mit Unterstützung des Jugendamtes der Stadt Iserlohn über Theaterprojekte gezielt gefördert und innerhalb von zwei Jahren fit für den Regelunterricht gemacht.

„Iserlohn ist unsere Heimat“

In einer Gemeinschaftsarbeit von Schülern, Lehrern und Eltern sind das Theaterstück unter dem Titel „Iserlohn ist unsere Heimat“ und ein Video entstanden, wofür das Gymnasium An der Stenner nun vom Integrationsrat in einer Feierstunde in der Aula vor zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung ausgezeichnet wurde. Geprägt wurden Theaterstück und Video von dem Gedanken, wie man Kindern, die ohne jegliche Deutschkenntnisse und ohne Orientierung und oftmals mit schlimmen Erfahrungen belastet sind, in der Schule helfen kann. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens hob in seinem Grußwort hervor, dass Schule der wichtigste Partner bei der Integration sei. Mit dem gemeinsamen Unterricht seien sie der zentrale Ort für Integration und Orientierung für das Zusammenleben in der Demokratie. Er zeigte sich erfreut, dass der Integrationspreis erstmals an eine Schule geht. „Vielfalt ist unser Programm“, betonte Schulleiter Stefan Schmoldt, der zudem hervorhob, dass die Europaschule sich auch auf den Alltag auswirke, wo Begegnungen zwischen deutschen und zugezogenen Kindern immer und überall stattfänden. Er dankte allen Mitwirkenden an dem Theaterstück und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Stadt bei ihrem Engagement für Integration die Schulen auch weiterhin unterstütze.