Artistik beim Kulturfest Oestrich

Oestrich. (saz) Nach einem Jahr Pause startet das Kulturfest Oestrich am Samstag, 23. Juli 2016, wieder voll durch. Der Verein ­„KüTaDi“ (Abkürzung für Kühltaschen-Dienstag) hat mit Hilfe des Kulturbüros Iserlohn ein spektakuläres Programm vorbereitet. Dabei sollen alte und junge Besucher auf dem Herbert-Nolte-Platz in Oestrich auf ihre Kosten ­kommen.

„Das Programm darf nicht zu kopflastig sein“, erklärt Patricia Benthien vom Kulturbüro Iserlohn. „Die Leute wollen auch einfach mal wieder mit ihren Nachbarn plaudern. Da wären 90 Minuten Shakespeare nicht unbedingt angebracht.“ Deswegen setzen die Organisatoren um „KüTaDi“-Vorsitzenden Detlev Afflerbach und Patricia Benthien vom Kulturbüro in diesem Jahr auf Weltklasse-Artistik und heimische Musik.

Artistik und Musik

Ab 19 Uhr sorgt die Band „Safe by Sound“ für den musikalischen Start des Kulturfestes. Die beiden Iserlohner Kai Nötting und Felix Brückner sorgen mit ihrem Sound irgendwo zwischen Rock, Pop, Hip-Hop und Alternative für gute Stimmung bei kühlen Getränken und leckerem Essen.

Für den artistischen Teil des Programms wird auf dem Oestricher Dortfplatz eigens ein acht Meter hoher Mast aufgebaut, der den Höhepunkt des Show-Acts bildet. Gegen 21 Uhr wird die 12. Absolventenshow der renommierten Staatlichen Artistenschule Berlin die Gäste auf dem Herbert-Nolte-Platz begeistern.

Der Absolventenjahrgang 2016 ist mit seiner Show ­„INITIAL“ unter anderem bereits in Hamburg und Berlin aufgetreten und wird auch noch Station in München, Stuttgart und Dortmund machen. Am kommenden Samstag machen die jungen Künstler am Beginn ihrer Artistik-Karriere aber erst einmal Halt in Oestrich. Zu erleben sind dort unter anderem Acts mit dem Vertikaltuch, Handstand-Equilibristik, Doppeltanztrapetz, Luftring, Diabolo und Spinning Pole.

Beisammensein

Doch geht es bei der Veranstaltung nicht nur um das Unterhaltungsprogramm. „Das Kulturfest ist traditionell ein Treffpunkt für die Leute“, erklärt Detlev Afflerbach. „Die haben sich teilweise ewig nicht gesehen.“ Deswegen wird das Dorffest auch nicht direkt nach Ende der letzten Show-Einlage gegen 22.30 Uhr beendet. „Danach gibt es noch ein gemütliches Beisammensein“, sagt Afflerbach und fügt mit einem Zwinkern hinzu: „Dann wird es hier richtig dörflich.“ Natürlich sind aber auch Nicht-Oestricher auf dem Herbert-Nolte-Platz willkommen.

Das Wetter

Vor schlechtem Wetter haben die Organisatoren übrigens keine Angst, wie Benthien betont: „Das Fest wird extra für Open Air konzipiert. Wir passen uns einfach dem Wetter an.“ Das war auch in den vergangenen Jahren nie ein Problem. „Einmal hatten wir ein richtig starkes Gewitter“, erinnert sich Afflerbach. „Da sind die Leute dann entweder nach Hause gegangen oder haben sich bei uns in den Zelten untergestellt. Als das Unwetter vorbei war, kamen alle wieder und wir haben einfach weitergemacht.“ Noch lässt die Prognose aber auf warmes und trockenes Wetter hoffen.

Sichere Zone

Das Kulturfest ist auch immer eine familienfreundliche Angelegenheit. Damit auch Familien mit kleineren Kindern die Veranstaltung sorglos besuchen können, wird die Kirchstraße zwischen Gravemannring und Gürmannsheider Straße gesperrt.

Der Eintritt zum Kulturfest ist frei. Speisen und Getränke werden zu familienfreundlichen Preisen angeboten.