Barrierefreie Bäder: Rechtzeitig planen oder umbauen

Hagen. (epr/tau) Die Deutschen werden immer älter. Der
Großteil der sogenannten Generation 50plus und 60plus lebt in den eigenen vier
Wänden. Diese sind in vielen Fällen aber kaum auf die Bedürfnisse des älter
werdenden Menschen ausgerichtet.
Dabei müssten Ideen, wie Wohn- und Lebensräume generationenübergreifend – vom
Säugling bis zum Senior – gestaltet werden können, schon jetzt in die Planung
eines jeden Bauvorhabens einfließen. Das gilt besonders für das Badezimmer.
Ein Badezimmer ohne Hindernisse erhöht nicht nur die Lebensqualität der
älteren Generation. Auch jüngere Bauherren und Renovierer profitieren vom
verbesserten Komfort. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und
Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) informiert, was bei einer
zukunftsorientierten Badplanung zu beachten ist.
Zum barrierefreien Bad gehört zunächst einmal viel Bewegungsfreiheit und ein
ausreichend großer Abstand zwischen den Sanitärobjekten. Auch bei jungen
Familien mit Kindern ist dies sehr willkommen, ebenso wie andere praktische
„Kleinigkeiten“: Abladeflächen, Handtücher oder WC-Spültaste sollten gut
erreichbar sein. Rutschhemmende Beläge am Boden sowie in Wanne und Dusche
erhöhen die Sicherheit.
Nicht nur altersgerechte Bäder, sondern immer mehr Badezimmer mit
Komfortanspruch werden mit einer stufenlos begehbaren Dusche ausgestattet. Die
Markenhersteller der Sanitärbranche bieten hier ausgeklügelte Systeme, die
praktischen Nutzen mit höchsten Hygiene- und Designansprüchen verbinden. Nicht
umsonst sind bodengleiche Duschen gerade bei der jüngeren Kundschaft im Trend.
Ebenso im Angebot sind Badewannen mit Seiteneinstieg.
Flache Waschtische sehen nicht nur gut aus, sie können auch im Sitzen bequem
genutzt werden. Höhenverstellbare Becken und schwenkbare Spiegel kommen großen
und kleinen, jungen und alten Nutzern gleichermaßen entgegen.
Einhebelmischer mit schwenkbarem Auslauf und Temperaturbegrenzer sind die
passenden Armaturen für ein Bad, das allen Altersklassen gerecht wird.
Handläufe bieten im barrierefreien Bad an allen wichtigen Stellen
Haltehilfen. Sie können ebenso nachgerüstet werden wie Lifter und Hubsitze für
die Badewanne oder Klappsitze für die Dusche.
Wer ein neues Bad oder einen barrierefreien Umbau plant, sollte sich beim
Besuch einer Bad-Ausstellung des Sanitär-Fachhandwerks oder des
Sanitär-Großhandels inspirieren und qualifiziert beraten lassen.
Die Innungsbetriebe des Sanitärhandwerks kennen die Normen rund um das
barrierefreie Bad.