Bernd Schnieder legt seine Ämter nieder

Iserlohn. Es war keine schwere Entscheidung. Immer wieder hat Bernd Schnieder Abschied genommen, um in neuen Ämtern seinem Lieblingssport eine neue Perspektive zu geben. Das wird auch diesmal der Fall sein. Der ehemalige deutsche Topschiedsrichter ist seit über elf Jahren erster Vorsitzender des Iserlohner Eishockey-Nachwuchses und sieht jetzt die Zeit gekommen, sich einer neuen, wichtigen Herausforderung zu stellen. „Ich bin vor wenigen Tagen erneut zum Präsidenten des Eishockeyverbandes NRW gewählt worden. Dieses Amt zu führen und den Verband nach Kräften weiter zu entwickeln, fordert von mir ein hohes Maß an Engagement. Wenn ich dieser Aufgabe gerecht werden will, muss ich anderswo Abstriche machen und das ist nicht meine Art. Deshalb stelle ich das Amt des 1. Vorsitzenden der Young Roosters schweren Herzens zur Verfügung, werde aber als Berater im Hintergrund weiterhin tätig sein“, sagt Bernd Schnieder.

Seine Aufgaben werden bis zur nächsten Jahreshauptversammlung der Young Roosters unter den anderen Vorstandsmitgliedern aufgeteilt. Bob Paton, bislang Nachwuchsobmann, wird zunächst die Position des 1. Vorsitzenden übernehmen und die Aufgaben mit Collin Danielsmeier, dem 2. Vorsitzenden und Sportlichen Leiter, teilen. Verstärkt in die Vorstandsarbeit eingebunden wird Berater Swen Freeth. Der Iserlohner entstammt selbst dem Iserlohner Nachwuchs, war später Torhüter bei den Hammer Eisbären.
Schnieders größter Erfolg ist ohne Zweifel die Aufnahme der Young Roosters in das Fünf-Sterne-Programm des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im März dieses Jahres. Im Rahmen des Programms wird die Nachwuchsarbeit der Clubs und Vereine auf Basis eines umfangreichen Anforderungskatalogs durch die DEB-Vereinsbetreuer bewertet. Neben den neu geschaffenen, sportlichen Strukturen wurden unter Schnieders Führung auch der Vorstand und die Sportliche Leitung neu formiert. Zu den festen Größen Bob Paton und Klaus Schröder stießen vor zwei Jahren die ehemaligen Spieler Collin Danielsmeier und Christian Hommel hinzu, die das Trainer-Team und den Vorstand ergänzten.
Schnieder selbst wird sich als Präsident des Eishockeyverbandes NRW vor allem für die Vereine einsetzen, die sich mit dem Neubau von Spielstätten befassen. „Ohne hinreichende Eisflächen und Eiszeiten zu bezahlbaren Bedingungen nützen alle ehrgeizigen sportlichen Konzepte nichts.“