Betrugsversuch am Computer

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Hemer. Beinahe wäre ein Hemeraner auf einen möglichen Betrüger hereingefallen. Am Dienstag vergangener Woche hatte sich bei ihm am Telefon ein angeblicher „Vertragspartner für Internetsicherheit“ gemeldet. Er bot an, eine Fehlermeldung am Computer zu beheben. Der Hemeraner ging auf das Angebot ein und gestattete dem Anrufer über das Internet den Zugriff auf seinen Computer. Für den vermeintlichen Reparaturdienst verlangte der Anrufer anschließend 237 Euro. Er hinterließ ein Worddokument mit seiner Bankverbindung. Der Hemeraner zahlte zunächst. Doch dann überkamen ihn Zweifel und er ließ das Geld von seiner Sparkasse zurückbuchen. So entstand kein Schaden.

Stattdessen erstattete der Computer-Besitzer Anzeige wegen Betrugsversuchs. Der Anrufer sprach mit einem indischen Akzent. Computer-Nutzer sollten bei solchen Angeboten sehr vorsichtig sein. Oft geben sich die Anrufer z.B. als Mitarbeiter von Microsoft aus. Sie lassen sich von ihren Opfern für eine Fernwartung freischalten. Was die IT-kundigen Betrüger dann tatsächlich auf dem Rechner anstellen, bleibt unklar. Sie können Passwörter oder andere sensible Daten ausspähen. Es gab bereits Fälle, in denen sich die Betrüger auch Zugang zum Paypal-Konto verschafften.

Die Polizei rät: Sollte sich ein angeblicher Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf. Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Kontonummern, Kreditkartendaten oder Zugangskennungen heraus. Gewähren Sie nie einem Unbekannten Zugriff auf Ihren Computer! Sollten Sie auf einen Betrüger herein gefallen sein, trennen Sie Ihren Rechner sofort vom Internet. Ändern Sie unverzüglich Passwörter. Ein Fachmann sollte möglicherweise installierte Fernwartungsprogramme deinstallieren. Nehmen Sie Kontakt auf zu Zahlungsdiensten oder Unternehmen auf, wenn Täter in den Besitz der Zugangsdaten gekommen sind. Banken beraten, ob und wie getätigte Zahlungen zurückgeholt werden können. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.