Blinder Marathonläufer motiviert Jugendliche

Hemer. (Red.) Er ist einer der ganz großen Stars in der Läuferszene: der blinde Langstreckenläufer Henry Wanyoike. Mehrfach hat der Kenianer bei den Paralympischen Spielen Gold geholt. Am Donnerstag, 14. April, wird Henry Wanyoike gemeinsam mit Mitarbeitern der Christoffel-Blindenmission (CBM) von 8.15 bis 13.30 Uhr die Regenbogenschule in Hemer besuchen.
Seine Geschichte motiviert: Mit 21 Jahren erblindete der spätere Langstreckenläufer Henry Wanyoike über Nacht. Wie er wieder Hoffnung schöpfte und warum er sich heute so engagiert als Botschafter für die CBM einsetzt, darüber berichtet er am Donnerstag. Neben Informationen zu der Arbeit der CBM geben die Mitarbeiter Tipps, wie die Schülerinnen und Schüler mit blinden Menschen umgehen können.

15 Meter für neue Erfahrungen

Darüber hinaus können die Jugendlichen für kurze Zeit die Welt aus der Perspektive blinder Menschen erleben. Ausgestattet mit einer Brille, die den Grauen Star simuliert, und einem Langstock gehen die Schüler nahezu blind durch einen 15 Meter langen Hindernisparcours. Plötzlich ist alles nur noch hell oder dunkel, und sie müssen sich ganz auf ihren Tast- und Hörsinn verlassen. Schon eine Mülltonne oder Treppenstufen sind dadurch echte Herausforderungen. Diese Erfahrung verunsichert beim ersten Mal viele. Einen Marathon zu laufen, scheint so unvorstellbar. Wie das trotzdem funktioniert – und zwar mit großem Erfolg – erklären der charismatische Kenianer und sein Begleitläufer Joseph Kibunja.
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit über 100 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Mehr unter www.cbm.de.