Hemer. (Red.) Das Feuer hätte schlimme Folgen haben können. Im wahrsten Sinne des Wortes im letzten Moment rettete sich der Fahrer eines Lastwagens, der im Industriegebiet Edelburg abgestellt war. Denn der Anhänger begann mitten in der Nacht zu Sonntag, 13. Mai, zu brennen.

Als der Brand entstand, befand sich der 38-jährige rumänische Fahrer schlafend im Führerhaus seines LKWs. Er wurde von einem Knall geweckt, bemerkte den Brand und konnte unverletzt sein Fahrzeug verlassen.

Der Fahrer versuchte zunächst, das Feuer mit einem Feuerlöscher selber zu löschen. Dies scheiterte jedoch, weshalb er um etwa 23.15 Uhr die Feuerwehr verständigte.

Bei Eintreffen der hauptamtlichen Kräfte drang bereits dichter Rauch aus dem Containerauflieger, der voll mit Badarmaturen und Kunststoffteilen beladen war. Der Brandherd konnte mittels einer Wärmebildkamera in der Mitte des Containers ausgemacht werden. Um an den Brandherd zu gelangen, war es notwendig, den Containeranhänger an mehreren Stellen mit einem Trennschleifer zu öffnen.

Doch auch der Einsatz von viel Wasser und zwei C-Rohren konnte das Feuer nicht löschen. Als einzige Möglichkeit blieb, den Container unter Einsatz von Atemschutzgeräteträgern vollständig leer zu räumen.

Insgesamt wurden schließlich sieben Trupps unter Atemschutz, teilweise mehrfach, eingesetzt. Bis Einsatzende am folgenden Morgen um 7 Uhr waren 29 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löschgruppen Landhausen und Becke waren zur Unterstützung angefordert worden. Auch ein Radlader des Bauhofs kam beim Entladen des Aufliegers zum Einsatz.

Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Gesamtschaden am Auflieger und der Ladung beläuft sich nach ersten Schätzungen voraussichtlich auf eine sechsstellige Summe. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von schwerer Brandstiftung aus.

Nach Angaben des Fahrers sollen sich Samstagabend mehrere Jugendliche in dem Bereich aufgehalten haben. Diese werden nun als mögliche Zeugen der Tat gesucht. Hinweise nimmt die Polizei Iserlohn unter Tel. 02371 / 9199-5115 oder 02371 / 9199-0 entgegen.