City-Management bleibt: Enge Zusammenarbeit mit Stadt und Wirtschaft

Iserlohn. (as) Aufbruchstimmung bei der Krisensitzung:
Einstimmig votierten die Mitglieder des Iserlohn City-Managements, den Verein
nicht – wie befürchtet – aufzulösen, sondern mit neuen Strukturen und viel
Engagement für ein quirliges Leben in der Iserlohner Innenstadt zu kämpfen.
Zur Vorgeschichte: Soll sich das City-Management auflösen? Diese Frage
stellte sich bereits bei der Versammlung im März dieses Jahres. Der Vorstand
spürte zu wenig Rückhalt aus der Politik, es gab keine neuen Mitglieder, niemand
wollte Verantwortung übernehmen. Doch die Auflösung scheiterte seinerzeit.
Stattdessen gab es eine Galgenfrist bis zum Mittwoch, 23. November.
Sprachrohr für Leben in der City
Der Vorstand, allen voran Beisitzer Werner Luck, nahmen ihre Aufgabe ernst.
Sie suchten Wege, das City-Management wieder mit Leben zu füllen. Gespräche
wurden geführt – mit der Politik, mit der Verwaltung, mit Vertretern der
Iserlohner Wirtschaftsinitiative (WIS). Der Erfolg war mäßig. Mitten hinein in
die Gespräche platzte die Nachricht, dass Stadtmarketing-Leiter Martin Bußkamp
die Stadt verlässt. Was nun? Ohne City-Management hätten die Interessen der
Innenstadt nun gar keinen Rückhalt mehr.
„Wir brauchen ein Sprachrohr für den Handel und das Leben in der Innenstadt“,
sagte Werner Luck. Die Gespräche wurden intensiviert. Verschiedene Konstrukte,
beispielsweise sich der WIS anzugliedern, scheiterten an rechtlichen
Vorschriften. Doch dann wagte der Vorstand in seinen Überlegungen den Schritt
zurück. Wie war das damals, vor der Trennung von Verein und Kommune? Und die
Frage wurde laut: Kann die Stadt auch heute mehr sein für den Verein
City-Management als Begleiter oder Partner, bei dem man Anträge auf
Unterstützung vorlegt? Die Antwort lautete von beiden Seiten: Ja.
Werner Luck stellte der Versammlung in der vergangenen Woche die Überlegung
vor, die Stadt Iserlohn als privilegiertes Mitglied aufzunehmen. Im Gegenzug
sorge die Stadt für die personelle Ausstattung des City-Managements und stelle
das gesamte Budget für die Veranstaltungen zur Verfügung. „Es handelt sich um
nicht mehr, aber auch nicht weniger als die Summe, die die Stadt in der
Vergangenheit auch schon gezahlt hat“, ergänzte Beisitzer Sven Wiedemeyer.
Gleichzeitig befürwortete die Versammlung ein engeres Heranrücken an die WIS.
Wenn die Vertreter der Wirtschafts­initiative sich ebenfalls für das Leben
in der Innenstadt stark machen, sei vieles möglich. Werner Luck betonte, dass
auch der ehemalige Fremdenverkehrsverein an das neue Konstrukt andocken könne,
um die Aktivitäten in der Stadt mitzugestalten.
Vorstand bleibt noch ein Jahr
In drei, vier Monaten, so die Schätzungen, könne ein Team, bestehend aus
Vertretern des Handels, der Wirtschaft und der Stadt die Arbeit zum Wohle der
Iserlohner Innenstadt aufnehmen.
Für die Mitglieder des City-Managements war klar: Der Verein muss bleiben.
Einstimmig wurde der Vorstand für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Aber etwas
anderes ist auch klar. „Wenn sich in einem Jahr nichts geändert hat, tritt der
gesamte Vorstand zurück“, sagte Werner Luck. Denn Aufbruchstimmung und eine enge
Zusammenarbeit mit Stadt und Wirtschaftsinitiative sind zwar schön und gut. Aber
nun ist der Handel aus Iserlohn gefragt, die neuen Perspektiven mit Leben und
vor allem mit Engagement zu füllen.