Damit die Rest-Altstadt erhalten bleibt …

Iserlohn. Der Initiativkreis für Stadtentwicklung und Baukultur tritt ab sofort unter neuem schlagkräftigem Namen und Logo an die Öffentlichkeit: Iserlohn-Denkmal.de.

Initiativkreiskreis Stadtentwicklung & Baukultur IserlohnDie Ziele und Inhalte der Gruppe bleiben dabei unverändert: Sie möchte sich einmischen in die Diskussion um denkmalwerte Gebäude in Iserlohn und vor allem deren Erhalt. Gerade in der jüngsten Vergangenheit hat Iserlohn wichtige, unersetzliche Gebäude durch Abriss verloren, weiteren Gebäude steht dieses Schicksal wohl – so scheint es – in der nächster Zeit bevor. Daneben existiert in den Augen der Gruppe eine Vielzahl gefährdeter „Kandidaten“, die es verdienen, mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu erhalten, weil sie in ihrer Substanz beispielhaft für die Geschichte und prägend für (die Reste) des Iserlohner historischen Stadtbildes sind. In diesem Zusammenhang nennt die Gruppe die Straßenzüge „Am Zeughaus 8 bis 14a“ und „Hohler Weg 3 bis 9 und 21 bis 23“, um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen.

Alle diese Häuser stehen seit geraumer Zeit leer, werden dem Verfall überlassen, obwohl sie in eindrucksvoller Weise die gründerzeitliche Entwicklung in diesem Quartier dokumentieren. Für diese Problematik fehlen in Iserlohn nach Auffassung der Gruppe sowohl Sensibilität als auch eine entsprechende Wertschätzung. Zugleich, so die Kritik, sollte die Gestalt wie die Entwicklung der Stadt nicht in Händen eines kleinen Kreises liegen, der hier nur zu häufig wirtschaftliche Überlegungen den Vorzug gibt. „Wem gehört die Stadt?!“ Unter diesem Motto möchte die Gruppe nicht nur für diese Aspekte sensibilisieren, sondern über die Herstellung von Transparenz und öffentlichen Diskussionen für eine stärkere Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt sorgen.

Um die Ziele und Inhalte ihrer Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, beteiligt sich die Gruppe am „Frühlingsfest“ auf dem Fritz-Kühn-Platz am Samstag, 25. Mai 2013, mit einem eigenem Informationsstand. Neben Gesprächsangeboten rund um die Themen Denkmalschutz und Stadtentwicklung wird eine Ausstellung der Landesvereinigung der Denkmalpfleger in der Bundesrepublik in Auszügen gezeigt. Beispielhaft werden traditionelle Restaurierungstechniken vorgeführt, wie auch kompetente Gesprächspartner im Bereich der praktischen Denkmalpflege zur Verfügung stehen werden. Ein ehemaliger Bewohner des Hauses „Zeughaus 14“ wird aus der Geschichte des Hauses berichten wie auch zu einem Spaziergang zur „verschwundenen“ Altstadt und einigen noch sichtbaren Spuren der Vergangenheit einladen. Außerdem gibt es im Rahmen eines „Altstadtquiz“ Wissenswertes zu erfahren und attraktive Preise zu gewinnen.