Das hässliche Entlein: poetisch und saukomisch

Wie es einem ergehen kann, wenn man irgendwie anders ist, zeigt das wunderbar komische und poetische Theaterstück „Das hässliche Entlein“.(Foto: Dirk Wildt)

Iserlohn. Ein Nest mit Eiern. Damit beginnt der ganze Schlamassel vom Anderssein. Frisch geschlüpft schallt es dem kleinen Küken schon entgegen: „Wie sieht der denn aus? Alles ganz verkehrt!“ Auf Dauer kann nicht einmal die Mutter dagegenhalten. Der Nürnberger Schriftsteller Fitzgerald Kusz hat aus dem Hans-Christian-Andersen-Märchen „Das hässliche Entlein“ ein Road­movie gemacht, das zeigt, wie verheerend Vorurteile sein können.
Außenseitertum, Mobbing und Gruppendynamik sind zweifellos Themen, die Kinder heutzutage in ihrer Lebensrealität betreffen. Das Theater „Die Exen“, ein Ensemble freischaffender Puppenspielerinnen, zeigt das Theaterstück mit Puppen für alle Zuschauer ab fünf Jahren am Sonntag, 13. Januar, um 15 Uhr im Parktheater Iserlohn. Die Spielerinnen zeigen das Entlein wunderbar detailverliebt, saukomisch und zugleich zauberhaft poetisch. Das Stück dauert etwa 55 min. ohne Pause.
Das Entlein macht sich auf den Weg in die Welt. Am liebsten würde es in den Himmel hinaufsteigen und zwischen den Wolken herumfliegen. Oder tief ins Wasser hinuntertauchen. Doch niemand teilt seine Begeisterung. Immer wieder muss es erfahren, verkehrt und hässlich zu sein. Schließlich glaubt es daran. Entmutigt legt es sich in den Schnee und wartet auf sein Ende. Doch dann kommt jemand, der die Sache anders sieht.