Das Kreuz mit dem Kreuz im Märkischen Kreis

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Märkischer Kreis. (pmk) Europawahl, Landratswahl, Kreistagswahl, Ratswahl und in 10 von 15 Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises auch eine Bürgermeisterwahl – die Bürger im Märkischen Kreis haben am 25. Mai viel zu entscheiden.

Gut 340.000 Märker dürfen bei der Kommunalwahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, darunter 17.976 Erstwähler über 16 Jahre. Bei der Europawahl können 313.784 Bundes- und EU-Bürger mit Wohnsitz im Märkischen Kreis ihre Stimme abgeben, darunter 23.977 Erstwähler ab 18 Jahren. Ihre Wahlbenachrichtigung dürften die Wahlberechtigten inzwischen erhalten haben. Hinzu kommt in Iserlohn, Lüdenscheid und Menden noch die Integrationsratswahl

Mammut-Wahl mit 477 Wahllokalen

Um für die Mammut-Wahl in den kreisweit 32 Wahlbezirken und 477 Wahllokalen gewappnet zu sein, laufen in den Wahlämtern der Städte und Gemeinden und beim Märkischen Kreis die Vorbereitungen. Aktuell bearbeiten die Städte und Gemeinden die zahlreichen Anträge zur Briefwahl. Wer sich – aus welchem Grund auch immer – am 25. Mai nicht selbst zur Wahlurne begeben kann, lässt sich die Wahlunterlagen einfach zuschicken. Dies können die Bürger per Post und mittlerweile auch online mit Hilfe der Wahlbenachrichtigung beantragen.

Die Zustellung der Briefwahlunterlagen ist bis zum 21. Mai möglich. Allerdings sollten Briefwähler berücksichtigen, dass Wahlbriefe, die am 25. Mai nach 18 Uhr im Rathaus eingehen, nicht mehr gezählt werden.

Wahl für Fans von Gebrauchsanweisungen

Auch wer sonst kein Freund von Gebrauchsanweisungen ist, sollte bei der Briefwahl immer Schritt für Schritt vorgehen. Oft machen Briefwähler den Fehler, den Wahlschein mit den persönlichen Daten mit in den Briefumschlag für einen Stimmzettel zu legen. Damit ist die Anonymität der Wahl nicht mehr gewahrt und der Stimmzettel wird ungültig.

Immer mehr Wählerinnen und Wähler umgehen das Problem und erledigen die „Briefwahl“ vorab in den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden, die oft auch samstags geöffnet haben: „Viele nutzen inzwischen den Markttag, um mal eben ihre Stimme im Rathaus abzugeben. Dann bilden sich aber auch schon mal Schlangen vor der Wahlkabine“, erklärt Annette Thomae vom Märkischen Kreis. Dabei haben sollten die „Spontanbriefwähler“ in jedem Fall ihre Wahlbenachrichtigung und ihren Personalausweis. Viele Kommunen im Märkischen Kreis haben sich auf den Andrang vorbereitet und zusätzliche Wahlkabinen aufgestellt. „Bei Wahlen mit vier bis fünf unterschiedlichen Stimmzetteln, brauchen die Wähler auch genügend Zeit, um sich zurecht zu finden“, meint die Wahlbeauftragte des Kreises. Bei jeder Wahl ist nur eine Stimme zu vergeben.

Europawahl mit Riesen-Stimmzettel

Der längste Stimmzettel ist weiß und gehört zur Europawahl. Insgesamt 24 Partei-Listen sind hierauf zu finden. 751 Abgeordnete aus 28 Mitgliedsstaaten werden in das Europaparlament gewählt, darunter 96 aus der Bundesrepublik Deutschland. Die Europawahl fällt dieses Jahr erstmalig mit der Kommunalwahl zusammen. 2009 betrug die Wahlbeteiligung im Märkischen Kreis rund 38,4 Prozent bei 321.366 Wahlberechtigten. Im Vergleich dazu beteiligten sich an den Kommunalwahlen 2009 rund 48,9 Prozent bei zirka 346.000 Wahlberechtigten.

Landrats- und Kreistagswahl

Der Landratswahl (grüner Stimmzettel) stellen sich Thomas Gemke (CDU) aus Balve (1), Lutz Vormann (SPD) aus Altena (2), Angela Freimut (FDP) aus Schalksmühle (3), John Haberle (Bündnis 90/Die Grünen) aus Iserlohn (4), Josef Filippek (Die Linke) aus Lüdenscheid (6) sowie Joachim Kleppisius (NPD) aus Iserlohn (7). Die Reihenfolge der Nennung erfolgt nach dem Wahlergebnis bei der letzten Kommunalwahl. Da die UWG keinen eigenen Landratskandidaten stellt, wird die Nummer 5 in der Kandidatenliste der Landratswahl übersprungen. „Das sorgt bei den Wählern immer wieder für Verwirrung und Nachfragen“, meint Thomae. Um einen Sitz im Kreistag (hellblauer Stimmzettel) bemühen sich die Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, UWG, Die Linke, NPD, AfD, Freie Wählergemeinschaft Kierspe und Piraten. Jeder der 64 gewählten Kreistagsabgeordneten wird im Schnitt 10.000 Einwohner des Märkischen Kreises vertreten.

Bürgermeister- und Ratswahl

Die Stimmzettel der Bürgermeister- und Ratswahlen in den Städten und Gemeinden sind gelb. In Altena, Balve, Hemer, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Neuenrade, Schalksmühle und Werdohl findet eine Bürgermeisterwahl statt – in Halver, Iserlohn, Menden, Nachrodt-Wiblingwerde und Plettenberg nicht. Weitere Informationen zu den Bürgermeister- und Ratswahlen finden sich auf den Internetseiten der Städte und Gemeinden.

Wahlsonntag: Das große Zählen

Am Wahlsonntag werden in den 477 Wahllokalen rund 3800 ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz sein. Jedes Wahllokal ist immer mit mindestens 3 Wahlhelfern besetzt. Gearbeitet wird in zwei Schichten. Für ihren Aufwand erhalten sie ein so genanntes Erfrischungsgeld. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 21 Euro – viele Städte und Gemeinden zahlen allerdings inzwischen mehr, um wenigstens ein en kleinen Anreiz für die Sonntagsarbeit zu geben.

Geöffnet sind die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr. Nach 18 Uhr fängt die öffentliche Stimmenauszählung in den Wahllokalen an, und zwar erst die Europawahl, danach in der Reihenfolge die Landratswahl, die Kreistagswahl, die Wahl des Bürgermeisters und zum Schluss die Ratswahl. Die einzelnen Ergebnisse werden ins Rathaus gemeldet und dort gebündelt zunächst telefonisch an das Kreiswahlamt in Lüdenscheid übermittelt und parallel in die Datenverarbeitung des Kommunalen IT-Dienstleiters Citkomm eingegeben.