Die Herzen der Menschen erreichen

Iserlohn. (th) Nur mit Rucksack und Gitarre reiste der junge Iserlohner Musiker Johannes Ebbertz „kreuz & quer“ durch Deutschland. Mit seiner Musik möchte er die christliche Botschaft verbreiten und Menschen Mut machen.

Im Gespräch mit Wochenkurier-Volontär Tim Haacke berichtet er, wie er von Stadt zu Stadt reiste, wie eine Verletzung ihn zu einem vorzeitigen Abbruch der Reise zwang und wie es in Zukunft für ihn weitergeht. Lesen Sie hier Teil 2 des Gesprächs.

Wie bist du von Ort zu Ort gereist?

Hauptsächlich mit dem Zug. Wirklich negative Erfahrungen mit der DB (Deutsche Bahn, d. Red.) blieben dabei überraschenderweise aus, bis auf den Start meiner Tour, der sich wegen eines defekten Waggons um 90 Minuten verspätete. Doch durfte ich auch die vor allem finanziellen Vorzüge der Fernbusse kennenlernen und zwei Mal wurde ich privat mit dem Auto mitgenommen.

Schließlich zwang dich eine Verletzung, die Tour früher als geplant abzubrechen. Was ist passiert?

Ich hatte zunächst keine Beschwerden. Mir ist, als ich in Kiel war, jedoch ein kleiner Hügel an meinem rechten Handgelenk aufgefallen und das Aufstützen war etwas schmerzhaft.
Allerdings konnte ich die restlichen sechs Wochen völlig normal Gitarre spielen.

Als ich dann in meiner Weihnachtspause zum Arzt ging um zu erfahren, was es mit diesem Hügel auf sich hat, der mir mittlerweile auch immer wieder Schmerzen bereitete, erklärte er mir, dass es sich dabei um ein Überbein handle und ich mein Pensum am Gitarre spielen stark zurückfahren müsse. Also musste ich die Tour vorzeitig abbrechen.

Wie lange wolltest du ursprünglich auf Tour sein?

Geplant war, bis mindestens zum 1. April unterwegs zu sein. Je nachdem, wie viel Zeit es in Anspruch genommen hätte, jedem deutschen Bundesland einen Besuch abzustatten, hätte ich mir sogar bis zum 1. Oktober Zeit gelassen. Kurz: Mindestens sechs, maximal zwölf Monate wollte ich unterwegs sein.

Wie geht es jetzt weiter bei dir, generell und in Bezug auf die Musik?

Musikalisch geht es bei mir immer weiter. Ich bin grade intensiv dabei, neue Songs zu komponieren und hoffe, spätestens nächstes Jahr auch mein erstes Album rauszubringen. Ob das noch in Eigenregie oder schon vertraglich unter einem Label laufen wird, kann ich noch nicht sagen, aber die Ambitionen sind da. Parallel dazu suche ich immer nach der Möglichkeit, in Gemeinden, Jugendzentren oder auf Straßenfesten Konzerte zu spielen. Ansonsten beginnt mein Theologiestudium am 1. April und ich hoffe, in ein paar Jahren Pfarrer zu werden.

Wie würdest du selbst deine Musik beschreiben, was macht sie aus?

Was ich als Musiker jetzt und auf meiner Tour erreichen wollte, waren immer die Herzen der Menschen für die Botschaft Jesu. Ich möchte mit meinen Liedern Mut machen und erzählen, was Gott in meinem Leben getan hat. Ich versuche das ganz unaufgeregt: nur Stimme und Gitarre – ohne viel Theologie.

Wo kann man mehr von dir hören und erfahren?

Auf Facebook findet man mich unter „Johannes Ebbertz“. Meine Erfahrungen, die ich während meiner Tour gemacht habe, lassen sich auf Facebook unter „kreuz&quer“ nachlesen. Beide Seiten werden mit regelmäßigen Updates versorgt und ich freue mich immer über Nachrichten, Feedback, Geschichten und Anregungen.

Meine Musik findet man im Internet auf Soundcloud unter „Johannes Ebbertz Music“. Dort sind alle Lieder meiner aktuellen EP „In Himmelblau“ kostenlos zum Durchhören verfügbar. Und auf YouTube gibt es auch das ein oder andere Video von mir.

Wer nun also mehr von dem jungen Musiker hören will, kann über die genannten Kanäle Kontakt aufnehmen, sich die bewegenden Lieder anhören und vielleicht sogar ein Konzert für die eigene Gemeinde oder das eigene Fest vereinbaren.

Die „kreuz & quer“-Tour fand am Sonntag, 6. März 2016, mit einem zweistündigen Konzert und Erfahrungsbericht im Jugendcafé Checkpoint einen gelungenen Abschluss. Statt Eintritt sammelte Johannes Ebbertz Spenden für die Förderung der Lobpreismusik im Checkpoint und für die Obdachlosenhilfe der Heilsarmee.