Die nächste harte Nuss wartet: Kangaroos gegen erfolgreichen Aufsteiger Bernau

Iserlohn. Der Sieg der Kangaroos gegen die Herzöge aus
Wolfenbüttel trägt einen Namen. Und zwar Terrell Harris. Nur dem erfolgreichen
„Tanz“ des Iserlohner Korbjägers durch die herzögliche Deckung sicherte dem
heimischen Basketball-Zweitligisten weiterhin die blütenreine Heimweste mit fünf
Siegen aus fünf Partien.
Damit stehen die Iserlohner in der Nordgruppe der ProB allerdings nicht
alleine da. So weist auch Aufsteiger SSV Lok Bernau bislang zu Hause eine
makellose Bilanz auf. Und ausgerechnet dorthin führt die nächste lange
Auswärtsreise. Sprungball ist am Samstag, 19. November, um 19 Uhr in der
Erich-Wünsch-Halle in Bernau.
Zu Hause eine echte Macht
Lok Bernau ist zu Hause eine echte Macht“, sagt Matthias Grothe. „Das wird
eine richtig harte Nuss für uns.“ Iserlohns Headcoach hat großen Respekt vor dem
Kader des Liganeulings aus dem Brandenburgischen, auch wenn Bernau zuletzt durch
die 91:103-Auswärtsniederlage bei den Astro-Stars Bochum die Tabellenführung an
die Artland Dragons abgeben musste. „Neben zwei sehr starken Amerikanern mit dem
äußerst intelligent spielenden Playmaker Pierre Bland und Powerforward Timajh
Parker-Rivera gehört vor allem der ehemalige Göttinger Routinier Robert Kulawick
zu den absoluten Leistungsträgern bei Lok.“ Der Shooting-Guard ist mit all
seiner Bundesliga-Erfahrung vor allem von der Dreierlinie eine ständige Gefahr.
Ebenfalls zu Bernaus exzellenter Dreiergarde zählt auch Pointguard Nico
Adamczak, der vom ProA-Ligisten Heidelberg zum Aufsteiger wechselte. „Aber da
Bernau Kooperationspartner von Alba Berlin ist, gehören zum Kader von Coach René
Schilling auch einige Jugend-Nationalspieler und Doppellizenzler, die bereits
Bundesligaluft schnuppern durften.“ Die Stärke der Brandenburger sieht Matthias
Grothe neben den gefährlichen Distanzschützen vor allem im schnellen
Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff.
„Wir werden deshalb vor allem das Tempo kontrollieren müssen und uns selbst
gute Wurfmöglichkeiten erarbeiten müssen“, sagt Matthias Grothe. „In Bernau
werden wir mit Sicherheit kein Spiel erleben, das man mit eigenen 65 oder 70
Punkten gewinnen kann.“ Schließlich könne man die Lok-Angriffsmaschinerie
vielleicht über weite Phasen kontrollieren, aber sicherlich nicht komplett
ausschalten. Trotzdem gibt sich Matthias Grothe vorsichtig optimistisch. „Wenn
wir von Anfang an hellwach sind, sehe ich eine 50:50-Chance.“
Außerdem sei man es sich selbst schuldig, endlich mal aus einem Auswärtsspiel
etwas Zählbares zurück mit nach Iserlohn zu nehmen, „auch wenn es mit Sicherheit
einfachere Auswärtsaufgaben gibt.“
Personell können die Iserlohner dabei aus dem Vollen schöpfen – alle Spieler
sind voraussichtlich mit an Bord.