Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters

Düsseldorf/Iserlohn. Bei der Düsseldorfer EG ist es nie leicht. Das sollte auch am vergangenen Freitag so sein.

Druckvoll begann die Partie im ausverkauften ISS Dome. Da man sich jedoch selber im Weg stand und scheinbar noch die letzten Niederlagen im Kopf hatte, kam der IEC noch nicht richtig ins Spiel. Auch Düsseldorf konnte Chet Pickard nicht überwinden, bis schließlich zwei Iserlohner – Brooks Macek und Boris Blank – auf der Strafbank platznehmen mussten. Somit führte die Düsseldorfer EG in der 13. Spielminute. Der Treffer schien die Sauerländer geweckt zu haben, sie rackerten hart, hatten aber nicht das nötige Scheibenglück und ließen die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Mit dem knappen Vorsprung der Düsseldorfer ging es also in die erste Pause.

Im Mitteldrittel wirkte der IEC endlich wacher, musste jedoch nach knapp 4 gespielten Minuten zunächst den Ausbau der Düsseldorfer Führung hinnehmen, als Chris Connolly auf der Strafbank saß. Jetzt ging es los: Die Blau-Weißen nutzten den Gegentreffer als Motivation und drehten auf. In der 29. Minute machte Brooks Macek den Anschlusstreffer – Shorthander in Unterzahl! Knappe 6 Minuten harte Arbeit vergingen, bis Mike York sich vor dem Tor der DEG fand und eiskalt einnetzte. Da war er, der Ausgleich! Die rund 800 mitgereisten Iserlohner ließen den ISS Dome erbeben und feierten ihre Jungs lautstark. Kurz vor Ende des Mitteldrittels half ein Schlittschuh der Düsseldorfer Louie Caporusso dabei, den Puck im Tor unterzubringen. So ging es mit einer knappen Führung für die Waldstädter in die Kabine.

Das letzte Drittel versprach Spannung. In der 45. Spielminute machte die DEG den Ausgleich. Chad Bassen ließ sich im Torjubel der Düsseldorfer frustriert zu einer Strafe hinreißen und musste auf die Strafbank: unkorrekter Körperangriff. Der IEC war also wieder in Unterzahl – und wieder gab es einen Shorthander zu bewundern, dieses mal von Louie Caporusso (47. Minute). Knappe 2 Minuten später konnte die DEG jedoch wieder gleichziehen: Ausgleich zum 4:4. In der 54. Minute verbuchten die Landeshauptstädter dann die erneute Führung, und bei dem Treffer sollte es nicht bleiben. In der 58. Minute legten die Düsseldorfer nochmal einen nach und als Jari Pasanen Chet Pickard aus dem Tor nahm, um einen weiteren Feldspieler einsetzen zu dürfen, krönte die DEG ihren Erfolg mit einem EmptyNet Tor zum 7:4. Alles in allem wohl die beste Vorstellung der Roosters in den letzten beiden Wochen, allerdings leider ohne Zählbares.

Die Statistik

  • DEG: Niederberger – Ebner, Brandt; Conboy, Davis; Mapes, Strodel – Olimb, Milley, Minard; Collins, Bowman, Kreutzer; Lewandowski, Dmitriev, Preibisch; Fischbuch, Kammerer
  • Roosters: Pickard – Teubert, Button; Lavallée, Périard; Raymond, Orendorz, Côté – Jaspers, Macek, Caporusso; York, Petersen, Dupont; Bassen, Sylvester, Ross; Friedrich, Connolly, Blank
  • Schiedsrichter: Haupt (Kempten), Piechaczek (Landsberg)
  • Tore: 1:0 (12:57) Lewandowski (Collins, Kreutzer), 2:0 (23:47) Minard (Olimb, Minard), 1:2 (28:28) Macek (SH), 2:2 (34:49) York (Petersen, Dupont), 2:3 (39:38) Caporusso (Macek, Jaspers), 3:3 (44:30) Bowman, 3:4 (46:11) Caporusso (SH), 4:4 (48:33) Olimb (Preibisch, Milley), 5:4 (53:49) Mapes (Milley), 6:4 (57:31) Brandt (Lewandowski, Dmitriev), 7:4 (59:43) Olimb (Conboy, Collins)
  • Strafen: DEG: 10; Roosters: 12
  • Zuschauer: 13.065 (ausverkauft)