Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters

Iserlohn/Düsseldorf. (akl) Auswärtsspiel in Düsseldorf: Immer ein besonderes Match für die Roosters und ihre Anhänger. Die Möglichkeit an die Tabellenspitze zu gelangen, tat ihr Übriges.

Das erste Drittel lief gut für die Gäste aus dem Sauerland. Sie störten die Düsseldorfer und spielten viele Chancen heraus. Eine davon ergriff Bobby Raymond, der in der siebten Spielminute den entscheidenen Schuss auf den Weg brachte. Brad Ross fälschte den Puck ab und verbuchte die Führung für die Blau-Weißen. Knapp fünf Minuten später baute Zach Hamill die Führung aus, als er frei vor dem Tor der Rheinländer stand und auf Zuspiel von Chad Bassen locker einnetzte. Auch Düsseldorf kam gefährlich vor das Tor der Iserlohner, doch Keeper Chet Pickard hielt seinen Kasten sauber. Mit einem Vorsprung von zwei Toren ging es in die erste Pause.

Die Düsseldorfer EG startete eindeutig besser ins Mitteldrittel, temporeicher und mit mehr Konzentration. Die Roosters dagegen waren nachlässig, das nutzte der Tabellenführer aus der NRW-Hauptstadt und holte zum Doppelschlag aus. In der 28. Minute musste Chet Pickard das erste Mal hinter sich greifen, zwei Minuten später – die Roosters in Unterzahl – erneut. Trainer Jari Pasanen nahm eine Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt die richtige Maßnahme, denn seine Jungs fanden wieder auf die richtige Bahn. Sie machten Druck, verwerteten aber ihre Chancen nicht. Mit dem Spielstand von 2:2 verabschiedeten sich die Teams zur zweiten Pause in die Kabine.

Das letzte Drittel brachte die Entscheidung. Nach knapp zwei gespielten Minuten trat erneut Chad Bassen als Vorlagengeber in Erscheinung. Er bediente Sturmpartner Cody Sylvester, der zur erneuten Führung für die Waldstädter traf. Doch im direkten Konter trafen die Hausherren genau 50 Sekunden zum erneuten Ausgleich. Die Sauerländer ließen sich jedoch nicht die Butter vom Brot nehmen und ackerten weiter auf fremdem Eis. In der 50. Minute machte York dann seinem Team und den mitgereisten Fans ein Geschenk und trickste den Puck ins Tor des DEG-Goalies. Da war sie wieder, die Führung! Bei dieser blieb es nun auch, obwohl die Düsseldorfer (ohne Goalie, dafür mit einem Mann mehr auf dem Eis) noch ordentlich Druck machten. Schließlich war es Brooks Macek, der zehn Sekunden vor Spielende ins verlassene DEG-Tor traf und somit den Sieg perfekt machte.

Für die Tabellenführung hat es an diesem Abend nicht mehr gereicht, allerdings sind die Jungs vom Seilersee auf bestem Wege an die Spitze. Und sind wir ehrlich – wer hätte das gedacht?

Die Statistik

  • DEG: Niederberger – Conboy, Davis; Daschner, Ebner; Mapes, Rönnberg; Mondt – Collins, Bowman, Kreutzer; Olimb, Milley, Strodel; Lewandowski, Dmitriev, Preibisch; Brandt, Minard, Fischbuch
  • Roosters: Pickard – Teubert, Button; Lavallée, Côté; Shevyrin, Orendorz; Raymond – Jaspers, Macek, Caporusso; Ross, Sylvester, Bassen; York, Blank, Petersen; Hamill, Friedrich
  • Schiedsrichter: Rohatsch (Kempten), Hunnius (Berlin)
  • Tore: 0:1 (06:18) Ross (Raymond), 0:2 (10:59) Hamill (Bassen), 1:2 (27:36) Collins (Kreutzer, Conboy), 2:2 (29:00) Minard (Milley, Conboy), 2:3 (40:59) Sylvester (Bassen, Caporusso), 3:3 (41:49) Strodel (Milley, Daschner), 3:4 (49:15) York (Button, Petersen), 3:5 (59:50) Macek (EmptyNet)
  • Strafen: DEG: 12; Roosters: 6
  • Zuschauer: 8.169