Ein Baum für die Herzenswünsche

Iserlohn. (as) Es weihnachtet sehr in Iserlohn. Zwar dauert es noch sechs Wochen, bis die erste Kerze am Adventskranz entzündet wird. Doch schon jetzt dreht sich bei der Johanniter Unfallhilfe alles um das christliche Fest der Liebe, des Friedens und der Mitmenschlichkeit. Die Johanniter möchten all den Mädchen und Jungen eine Freude bereiten, deren Eltern nicht genug Geld haben, um ihren Kindern einen Wunsch zu erfüllen. Bereits zum sechsten Mal betreuen die Johanniter mit einem Team ehrenamtlicher Mitarbeiter die Aktion Weihnachts-Wunschbaum für Kinder in Iserlohn.

Unterstützt werden sie dabei von der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas, der Diakonie Mark-Ruhr, dem Jobcenter, von Möbel und mehr, der Neuen Brücke, dem Sozialzentrum Lichtblicke und dem städtischen Kinder- und Jugendbüro. Bei all diesen Institutionen liegen die Wunschbaum-Flyer aus.

Nicht jedes Kind und jeder Jugendliche bis zum vollendeten 17. Lebensjahr hat Anspruch auf einen Wunsch. Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden. Einen Wunsch frei haben junge Menschen, wenn ihre Familien Leistungen vom Jobcenter, von der Grundsicherung (Kapitel 3 SGB XII) oder von der Grundsicherung nach Asylbewerberleistungsgesetz bekommen.

Wünsche für Flüchtlings-Kinder

(Abb.: Johanniter Iserlohn)
(Abb.: Johanniter Iserlohn)

Die Weihnachts-Wunschbaum-Aktion im Jahr 2015 bedeutet für die Johanniter und all die ehrenamtlichen Helfer auch eine neue Herausforderung. „Wir möchten auf Flüchtlinge zugehen“, sagt Jutta Voß, Fachbereichsleiterin Soziale Dienste beim südwestfälischen Regionalverband der Johanniter in Iserlohn. „Die Johanniter betreuen die Menschen in der Almelohalle und jetzt in der neuen Unterkunft“, sagt sie. „Wir könnten in die Unterkunft gehen und die Flyer mit Unterstützung von Übersetzern mit den Kindern und Jugendlichen ausfüllen.“ Ob’s klappt. Jutta Voß und all ihre Mitstreiter hoffen. Denn die gezielte Aktion wäre ein weiteres Zeiten der Iserlohner Willkommens-Kultur. Außerdem gehören die Kinder und Jugendlichen, die in Iserlohn Schutz vor Krieg und Terror suchen, zu den rund 3.100 jungen Menschen in Iserlohn, die laut Jobcenter und Stadtverwaltung „bedürftig“ sind.

Wie können Kinder und Jugendliche ihre Wünsche äußern? Ganz einfach: Der Flyer gilt als Wunschzettel. Hier notieren die Kinder einen Wunsch im Wert von maximal 20 Euro. Die Flyer müssen von den Kindern oder deren Vertretungsberechtigten persönlich bei den Johannitern, Hansaallee 6, abgegeben werden, und zwar in der Zeit vom 22. Oktober bis zum 30. November.

Kinderwünsche vom Baum pflücken

Nun werden Paten gesucht. Menschen, die Kinderaugen zum Strahlen bringen möchten, können ab dem 2. November anonymisierte Kinderwünsche vom Wunschbaum im Johanniterzentrum pflücken, das Wunschgeschenk kaufen und bis zum 10. Dezember 2015 bei den Johannitern, Hansaallee 6, abgeben.

Wer keine Zeit hat, selbst ein Geschenk zu kaufen, aber dennoch helfen möchte, kann eine Geldspende auf das Konto Nr. 118968 bei der Sparkasse Iserlohn, BLZ 44550045, Kennwort „Wunschbaum“ überweisen. Von den Spendengeldern kaufen Ehrenamtliche der Johanniter-Unfallhilfe die Geschenke.

Apropos Ehrenamtliche: Wer sich in Sachen Wunschbaum engagieren möchte, ist herzlich willkommen im Johanniter-Team. Interessenten können sich mit Jutta Voß unter der Nummer 02371/ 9393-17 in Verbindung setzen.

Das Wichtigste zum Schluss: Die Geschenke können am 17. und 18. Dezember im Johanniterzentrum abgeholt werden. Es werden zwei Tage, in denen 600 oder mehr Kinder und Jugendliche ihre Herzenswünsche in Empfang nehmen dürfen. Strahlende Gesichter, leuchtende Augen. Genau so kann Weihnachten aussehen.