„Ein Meilenstein für die Stadt“: Montag ist Baubeginn für Gesamtschule Seilersee

Sie haben Großes vor. Mike-Sebastian Janke, Dr. Peter-Paul Ahrens, Gabriele Bilke und Martin Bürger-Neumann (v.l.) berichteten am Donnerstag, dass die Bauarbeiten für die Gesamtschule Seilersee am Montag, 8. Januar, beginnen. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn. (as) Nach jahrelangem politischen Auseinandersetzungen ist es soweit. Die Bagger rollen an. Die Bauarbeiten für die Gesamtschule Seilersee beginnen am Montag, 8. Januar. „Zuerst kommt die Umzäunung, dann stehen Rodungsarbeiten an“, schildert Mike-Sebastian Janke. Leiter des städtischen Ressorts Planen, Bauen, Umwelt- und Klimaschutz. Weiter geht‘s mit der Entkernung der alten Gebäude. Schließlich wird der Mitteltrakt abgerissen, um einem modernen Gebäude mit Mensa, Aula, Schulverwaltungstrakt und weiteren attraktiven Unterrichtsräumen Platz zu machen.

„Da müssen wir manchmal schlucken“

Die Bauverantwortlichen bei der Stadt Iserlohn verfolgen ein ehrgeiziges Ziel. Bis zum Schuljahresbeginn 2019/2020 soll die Gesamtschule Seilersee bezugsfertig sein. „Zugegeben“, sagt Mike-Sebastian Janke. „Da müssen wir auch manchmal schlucken.“ Gerade einmal anderthalb Jahre Bauzeit bleiben also für ein Projekt, das, wie der Ressortleiter nicht müde wird zu betonen, „ein Meilenstein für die Stadt“ ist. Mike-Sebastian Janke wirkt geradezu feierlich, als er sein Team lobt: „Es ist immer wieder beeindruckend, wieviel Kompetenz die Stadt Iserlohn auf die Straße bringt“, sagt er. „Ohne die vielen Kollegen wäre das Projekt nicht machbar.“ Dabei denkt er nicht nur an die bevorstehenden Bauarbeiten. Auch und gerade in der jüngsten Vergangenheit habe das Team Hervorragendes geleistet – vom Aufstellungsbeschluss des Rates am 15. März 2016 bis zur Rechtskraft des Bebauungsplans am 20. September 2017 seien gerade einmal anderthalb Jahre vergangen. Nur eine Woche später erfolgten die Baugenehmigungen für Dreifach-Sporthalle und Gesamtschule.

Umgestaltung eines Militär-Komplexes

Der Bau der Gesamtschule mit dazugehöriger Dreifach-Sport­halle sei schon ein beeindruckendes Projekt. „Doch mit Erschließung, Zuwegung und Parkhaus wird daraus ein Riesenstrauß“, sagt Mike-Sebastian Janke. Ein Beispiel für die Revitalisierung eines Quartiers. Ein Leuchtturm für die Konversion, also Umgestaltung eines ehemals militärisch genutzten Komplexes in eine Wissenslandschaft. Denn die künftige Gesamtschule Seilersee ist neben dem in der Nachbarschaft beheimateten privaten Aufbaugymnasium und der ebenfalls angrenzenden privaten Hochschule UE, früher BiTS, eine weitere Perle in der Iserlohner Bildungslandschaft.
Die Schule wird kommen. Nur über das Parkhaus ist noch nicht abschließend entschieden. „Im März“, so Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, „wird die Politik die Weichen stellen.“ Zwei Lösungen stehen zur Debatte: „Wir haben eine mit 315 und eine mit 440 Parkplätzen vorbereitet“, sagt Gabriele Bilke, Leiterin des Bereichs Städtebau bei der Stadt Iserlohn.

Sekundarstufen bleiben getrennt

Martin Bürger-Neumann vom Baumanagement des Kommunalen Immobilien-Managements hat schon Konkreteres zu bieten: „Die Sekundarstufen I und II werden in der neuen Gesamtschule weitgehend getrennt“, sagt er. Das gelte nicht nur für die Unterrichtsräume. Selbst die Schulhöfe können den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppen angepasst werden. Basketballkorb, Spiel- und Klettergeräte sind auf dem Pausenhof der „Kleinen“ zu finden, während die Sek-II-Schüler auf ihrem ganz eigenen Pausenhof auf einem begrünten Flachdach auf Bänken chillen können.

Führungen über die Baustelle

Besonders wichtig ist Mike-Sebastian Janke, Anwohner, aktuelle und künftige Schüler, aber auch alle anderen am Bauprojekt Interessierten laufend über Fortschritte und mögliche Verzögerungen zu informieren. Natürlich wird der Wochenkurier wird immer wieder über das Projekt informieren, in der gedruckten und in der Online-Ausgabe auf www.wochenkurier.de.
Der Ressortleiter Planen und Bauen der Stadt Iserlohn möchte die Menschen aber auch im wahrsten Sinne des Wortes mitnehmen: Er plant Führungen über die künftige Baustelle, damit sich jeder immer wieder ein Bild von dem „neuen Meilenstein der Stadt Iserlohn“ machen kann.