ERGI: Premiere im neuen Sporttempel

Dass es ausgerechnet beim Parkettboden mit der späten Abschlussbeschichtung nicht ganz nach Wunsch lief, spielte letztlich nur eine untergeordnete Rolle - zu groß war der Wunsch, endlich ihren neuen „Tempel“ einweihen zu können. (Foto: Tim Graumann)

Iserlohn. (tg) Lange haben die Rollhockey-Cracks der ERG Iserlohn darauf hin gefiebert. Woche für Woche wurde vor oder nach dem Training der Baufortschritt verfolgt. Und heute ist es nun endlich soweit: Das erste Spiel in der neuen Hemberghalle! Und das ist gleich ein Knüller: Zur Premiere gastiert der Tabellendritte und deutsche Rekordmeister RESG Walsum in dem neuen Sporttempel (15.30 Uhr).

Dem Bundesligisten wird damit zugleich eine ganz große Ehre zuteil, denn er darf als erster Waldstadt-Verein überhaupt die Halle in Benutzung nehmen. „Das hat aber auch einen kleinen Nachteil“, sagt Trainer Detlef Strugala. Er musste in den vergangenen Tagen etwas auf die Euphoriebremse treten: „Da der Parkettboden erst vorgestern seinen abschließenden Belag erhalten hat, ist er noch ziemlich glatt.“

Nur nicht ins Rutschen kommen

Trainiert haben die Iserlohner zwar schon seit Anfang Februar in „der geilsten Halle Deutschlands“ (Liam Hages) – aber eben noch auf unfertigem Parkett. Lediglich am gestrigen Abend konnten erste Gehversuche auf dem Finish gemacht werden. Das Fazit: „Achtung, Glätte!“

Die Spieler sehen aber einen deutlichen Fortschritt gegenüber den vorangegangenen Einheiten. „Da war es stellenweise noch glatter“, so Kapitän Carlos Nunez, der deshalb auch schon einmal vorab um Entschuldigung bittet, wenn ausgerechnet bei der Premiere der ERGI-Express ein wenig ins schlingern kommen sollte.

Einziger Trost des Tabellenführers: Auch Walsum wird mit den Widrigkeiten des neuen Geläufs zu kämpfen haben. Und sportlich steht nichts mehr auf dem Spiel, ihren ersten Platz kann die ERGI bei zehn Punkten Vorsprung aber nur noch drei ausstehenden Runden nicht mehr verlieren.

Und das kommt Detlef Strugala auch ganz gelegen, denn so hat er ausreichend Gelegenheit, bis zur Play-off-Runde personell zu experimentieren.

Eine Chance für die jungen Leute

„Insbesondere meine Youngster werden nun verstärkt eingesetzt“, so der Coach, der gegen Walsum Lukas Kost von Beginn an ins Tor stellen wird. Und auch Kai Milewski sowie Timon Henke werden schon im heutigen Spiel längere Einsatzzeiten erhalten. „Das Trio hat sich ja schon bewährt“, sagt Strugala. „Wann sollen sie denn dann spielen, wenn nicht gerade jetzt, wo kein Druck mehr herrscht.“

Für Walsum steht dagegen noch viel auf dem Spiel, denn der dritte Platz ist noch längst nicht gefestigt – und den wollen die Duisburger auf alle Fälle halten. „Gegen Walsum wird es also kein Selbstläufer, dazu ist das Team zu gut besetzt“, sagt Strugala. Er prophezeit eine enge Partie, die einer Halleneinweihung würdig sein wird.