Freischütz für alle:

Iserlohn. (as) Eine „Oper im Taschenbuchformat“ schenkt das Stadtmarketing den Iserlohner Musik- und Open-Air-Freunden. Ein Streichquartett und vier Sänger spielen und singen „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber am heutigen Samstag, 20. August, um 14.30 Uhr auf dem Alten Rathausplatz. Ein Konzert, für das niemand Eintritt zahlen muss. „Musik auf Rädern“ nennt sich dieses Projekt. Bei schlechtem Wetter wird in der Reformierten Kirche, Wermingser Straße 9, musiziert.

Bierbänke im Freilicht-Konzertsaal

Hier geht die Klassik auf die Straße. Bierbänke für bis zu 200 Personen möchte Stadtmarketingleiter Martin Bußkamp auf dem Alten Rathausplatz aufstellen lassen. „Aber natürlich dürfen alle Besucher auch ihre eigenen Stühle mitbringen“, sagt Désirée Brod­ka. und zupft ein wenig an ihrem Dirndl herum. Sie leitet die ungewöhnliche „Freischütz“-Tournee. Sie moderiert den Nachmittag. Und sie singt das Ännchen. Gemeinsam mit Michael Siemon (Max) rührte sie auf dem Alten Rathausplatz in der vergangenen Woche die Werbetrommel für die romantische Oper.
Selbstverständlich erklingt nicht der ganze „Freischütz“. Es handelt sich um ein leichteres, dünneres „Taschenbuchformat“ des dicken Werks.
„Musik auf Rädern“ ist ein Projekt der gemeinnützigen internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation in München. Die Stiftung und ihr Initiator Erich Fischer möchten klassische Musik zu Menschen bringen, die ansonsten eher nicht in den Konzertsälen zu finden sind. Zuhören kann jeder, der Zeit und Lust hat, gezielt kommt oder zufällig vorbei geht.
Désirée Brodka muss schmunzeln. Im vergangenen Jahr stand die „Zauberflöte“ auf dem Programm von „Musik auf Rädern“. „Noch Monate nach unseren Auftritten haben wir Fotos und Videos als Dankeschön zugeschickt bekommen“, sagt die Sopranistin. Zauberhafte Erinnerungen an kleine Kinder, die wie Papageno singen und mit dem Glockenspiel wackeln, oder Mädchen, die die Befreiung von Pamina mit Barbie-Puppen nachspielen. „Oper zum Ausprobieren“, sagt Désirée Brodka.

Große Oper im Kleinen

Mit der „Oper im Taschenbuchformat“ gelingt es, die große Oper authentisch und nah im Kleinen erleben zu können: Ein Instrumentalquartett als Orchester und vier Sänger bringen alle wesentlichen Arien und Ensembles der Oper auf die Bühne. Darüber hinaus erklärt die publikumsnahe, lebendige Moderation die gesamte Handlung und bietet sowohl für „Anfänger“ als auch für „Operngeübte” jeden Alters Interessantes zum Werk, zu den handelnden Figuren und dem Komponisten.
Die Aufführung dauert etwa anderthalb Stunden.


Anmerkung der Redaktion: Die Redaktion weist darauf hin, dass diese Gegendarstellung in Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung erfolgt, ohne Rücksicht auf ihren Wahrheitsgehalt. Die Redaktion distanziert sich vom Inhalt der Gegendarstellung und hält an der vorher veröffentlichten Textfassung des Artikels fest.

Gegendarstellung der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation

Nicht Stadt sondern Stiftung schenkt „Freischütz“

In dem Internet Auftritt der Hagener Wochenschau v. 16. August 2016 wurde die Aufführung der Oper im „Taschenbuchformat“ „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber am 20.08.16 in Iserlohn als Geschenk der Stadt Iserlohn an ihre Bürger angekündigt.

Tatächlich wurde der ganz überwiegende Teil der Kosten vom Veranstalter, der gemeinnützigen Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation aus München getragen.

Eva Köhler, stv. Stiftungsvorstand