Frischer Wind weht im Floriansdorf

Wasser marsch! Die Kinder der Südschule haben gerade eine Schulung im Floriansdorf absolviert. Von nun an steht das Dorf

Wasser marsch! Die Kinder der Südschule haben gerade eine Schulung im Floriansdorf absolviert. Von nun an steht das Dorf, in dem sich alles um Kinderbrandschutz dreht, unter der Leitung von Diplom-Pädagogin Melanie Timm (3. v.r.). Sie wird unterstützt von

Iserlohn. (clau) Frischer Wind weht im Floriansdorf an der Dortmunder Straße 112. Der Förderverein hat eine neue Leiterin für die Einrichtung gefunden, die sich für die Kinderbrandschutzerziehung stark macht. Schon seit April hat sich die 32-jährige Melanie Timm in ihre neue Aufgabe eingearbeitet.
Die gelernte Erzieherin, Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin bringt ein breites pädagogisches Erfahrungsspektrum mit ins Dorf. Unter ihrer Leitung wird das Angebot des Floriansdorfes weiter gepflegt und ausgebaut. Derzeit gibt es meist vormittags Veranstaltungen für Schulen. Private Geburtstagsfeiern mit Dorfrallye stehen nachmittags auf dem Programm. Dazu kommen Termine mit der Rettungshundestaffel, Gruppenführungen für Erwachsene und Aktionen speziell für Senioren.
„Ganz neu bieten wir nun auch Erwachsenen-Führungen über die Volkshochschule an“, sagt Melanie Timm. Man kann sich bereits anmelden für den 23. September, 21. Oktober, und 18. November. Gutes bleibt.
Das Floriansdorf beherbergt weiterhin das Kindersommertheater des Kulturbüros. Aufführungen gibt es am 6., 13., 20. und 27. Juli.

Hilfe bekommt die neue Dorf-Leitung durch die beiden Verwaltungskräfte Christa Ramm und Christiane Dreston. So kann sich Melanie Timm vorbehaltlos auf ihr neues Aufgabenfeld freuen.
Der Leiter der Feuerwehr Iserlohn, Christian Eichhorn, hieß sie willkommen und dankte ihrem Vorgänger Carsten Malkus, der sich sieben Jahre lang in vielfältiger Weise für das Floriansdorf engagiert hat. Tiergottesdienste, der Senioren-Brandschutztag, Krimi­lesungen, Grünpflege, Bau-Erhaltung, Mitgliederbetreuung, die Arbeit mit Sponsoren, Blaulichtgottesdienste, Öffentlichkeitsarbeit – die Liste ist lang, die Aufgabe groß.
„Das Floriansdorf ist ein Leuchtturm-Projekt“, sagte Eichhorn. „Die Arbeit mit Kindern ist extrem wichtig. In unserem Alltag kommt es immer öfter vor, dass wir im Brandfall informiert und unterstützt werden durch Kinder, die bestens auf den Notfall vorbereitet sind. Wenn man nachfragt hat, antworten sie oft: ‚Ich war doch im Floriansdorf‘.“
Förderer gesucht
Georg Christophery als Vorsitzender des Vereins der jetzt „Förderverein Floriansdorf“ heißt, erläuterte, warum die Umbenennung, mit der auch ein neues Logo einhergeht, notwendig war. „Die Arbeit braucht dringend Unterstützung. Für nur zwölf Euro im Jahr also einen Euro im Monat kann jeder Mitglied des Fördervereins werden und genießt viele Vorteile wie Schulungen, Erste-Hilfe-Kurse oder Übungen mit dem Feuerlöscher.“
Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens befüllte sogleich die Floriansdorf-Spardose mit einer Spende.