Für Katastrophen gewappnet

Iserlohn. Gleich zwei Rettungshunde der Iserlohner Feuerwehr bestanden jetzt den Test für Katastropheneinsätze.

Stolze Hunde, stolze Hundeführer: Zwei Rettungshunde der Iserlohner Feuerwehr bestanden den Test für Katastropheneinsätze. (Foto: Feuerwehr Iserlohn)

Insgesamt sechs Mitglieder und zwei Hunde der Iserlohner Rettungshundestaffel nahmen an dem Einsatztest für Rettungshunde in Aschheim bei München teil. Die Teams werden zum Orten von verschütteten und vermissten Personen eingesetzt. Grundlage dieser Rettungshundeprüfung sind die Mindeststandards des Deutschen Feuerwehr-Verbandes, die dem internationalen Standard für Katastropheneinsätze entsprechen. Ein Suchteam besteht aus jeweils zwei Personen und einem Rettungshund. Das Hauptaugenmerk beim diesjährigen Einsatztest lag auf der erschwerten Flächensuche. Der Druck, rechtzeitig Menschen aufzuspüren um Leben zu retten, war für die teilnehmenden Rettungshundeteams immens. Nur wenige Stunden Schlaf wurden ihnen in den 24 Stunden gegönnt und die Belastungen forderten Hund und Hundeführer gleichermaßen.

Jedes Team musste zwei Gebiete in der Größe von 60.000 Quadratmeter absuchen. Für jedes Gebiet war eine Suchzeit von gerade einmal einer Stunde vorgegeben, in der eine unbekannte Anzahl von Personen gefunden werden musste. Mit dem Suchen allein war es nicht getan: Nach dem Auffinden wurde die Katastrophenübung weitergespielt – Erstversorgung der Verletzten, Anforderung weiterer Hilfskräfte und vieles mehr.

Als die Teilnehmer am späten Abend zurück ins Basislager kamen, wartete auf sie die nächste Teilprüfung zum Thema „Erste-Hilfe-Hund“. Dabei mussten zahlreiche Fragen beantwortet werden. Aber auch danach und trotz vorgerückter Stunde durften die Suchteams nicht in ihre Schlafsäcke kriechen. Denn in der Nacht bekamen sie die letzte Aufgabe. Eine Wegesuche über sechs Kilometer. Maximale Suchzeit: zwei Stunden. Auch hierbei mussten sich die Hundeführer ausschließlich mit Karte, Kompass und GPS-Gerät orientieren. Der abzusuchende Weg war in eine Karte eingetragen und der Auftrag lautete, die Wegränder bis zu einer Tiefe von zehn Metern abzusuchen.

Alle Suchteams haben diese Rettungshundeprüfung der Stufe 3 Fläche bestanden! Damit verfügt die Iserlohner Feuerwehr nun als einzige Feuerwehr-Rettungshundestaffel in NRW über zwei Rettungshunde mit dieser Qualifikation. Ein Grund, Stolz zu sein.