Gesamtschule: Bürgermeister bittet zum Gespräch

So sehen sie aus, die Plakate im Stadtgebiet, mit denen die CDU aktuell Stimmung gegen eine zweite Gesamtschule in Iserlohn macht. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn. (as) „Politische Grabenkämpfe“ hat die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn angekündigt, wenn es um die Realisierung der Gesamtschule in Hennen geht. Den ersten Schritt hat sie bereits genommen. Im Stadtgebiet sind großflächige Plakate zu finden, die vor 30-Millionen-Euro-Investitionen in die mögliche Gesamtschule warnen. Nanu? Selbst der Gutachter hatte „nur“ von Investitionen in Höhe von 25 bis 28 Millionen gesprochen.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens möchte nun die Schärfe aus der „konfliktbelasteten Diskussion über die Schulentwicklung in unserer Stadt“ nehmen. Er bittet in einem offenen Brief die Konfliktparteien – von Bildungsforum über Elterninitiative pro 2. Gesamtschule bis zu Vorsitzenden der Ratsfraktionen und Leitern der weiterführenden Schulen – zu einem gemeinsamen und von ihm moderierten Gespräch. Termin: Ende August 2012. Sein Wunsch: Es „muss uns gelingen, wieder sachlich und konstruktiv zusammenzuarbeiten“.

Er gibt zu, dass „der Verlauf der Ratssitzung ungewöhnlich“ gewesen sei. Die Ratssitzung nämlich, in der der Beschluss zu einer zweiten Gesamtschule in Iserlohn gefasst worden war. Dennoch, so Ahrens: „Zur Demokratie gehört auch, dass auch knappe Mehrheitsentscheidungen gültig sind und akzeptiert werden müssen; alle demokratischen Mittel zur Revision von Entscheidungen (z.B. Bürgerbegehren und Bürgerentscheide) sind natürlich ebenso legitim.“ Am Herzen liegt dem Bürgermeister jedoch eines: „Unabdingbar ist ein fairer und sachlicher Umgang trotz unterschiedlicher Meinungen.“