Gesamtschule Hennen kann 2013 starten …

Iserlohn. (as) Nun also doch: Mit 25 Stimmen und zwei Enthaltungen entschied der Rat der Stadt Iserlohn in dieser Woche, eine vierzügige Gesamtschule am Standort der Hauptschule Hennen zu errichten.

Es war eine denkwürdige Abstimmung. Das belegt schon ein Blick auf die Zahl der Stimmen. Der Rat ist eigentlich ein wenig üppiger besetzt. Doch weil eine Sitzungsunterbrechung abgelehnt wurde, hatten die Parlamentarier von CDU und Freien Wählern den Ratssaal aus Protest verlassen. Folglich waren die Befürworter der zweiten Gesamtschule in Iserlohn bei der Abstimmung unter sich. „Eklat“, rufen nun die Protestler und kündigen nichts Geringeres als „politische Grabenkämpfe“ an.

Doch zurück zur Gesamtschule: Es ist zwar richtig, dass ein unabhängiger Gutachter erst vor wenigen Wochen aufgelistet hat, dass es zwischen 25 und 28 Millionen Euro kosten würde, den Standort Hauptschule Hennen in eine auch unter energetischen Gesichtspunkten hervorragende Gesamtschule zu verwandeln. Dass ein gleichwertiger Um- oder Neubau einer Gesamtschule an anderer Stelle im Stadtgebiet wesentlich billiger zu haben wäre, darf bezweifelt werden. Die Befürworter der zweiten Gesamtschule in Hennen argumentieren mit dem Elternwillen. Es sei schließlich der Wunsch der Eltern, in Iserlohn eine zweite Gesamtschule vorzuhalten. Wenn die Anmeldezahlen für diese zweite Gesamtschule in Hennen ausreichen, werde die Gesamtschule dort eingerichtet. Reichen die Zahlen nicht aus, erübrige sich ohnehin die Debatte rund um die Gesamtschule. Außerdem, so die Argumentation, um den ersten Jahrgang, also vier Klassen, zu unterrichten, müssen keine 28 Millionen Euro in den Schulum- und -neubau investiert werden.

Entlastung verspricht man sich für die Gesamtschule am Nussberg. Sie könne künftig in der Sekundarstufe 1 nur noch vierzügig geführt werden. Dadurch sei es möglich, die gymnasiale Oberstufe von drei auf vier Züge aufzustocken.