Großer Auftritt für kleine Sumse-Brummer

Iserlohn. (clau) Alles ist voller Pestizide – und die Bienen sind vom Aussterben bedroht? Die Jugendlichen des Iserlohner Kinder- und Jugendrates (KiJuRat) erschreckt diese Nachricht. Das Verschwinden der fleißigen Sumse-Brummer hätte dramatische Folgen für die ganze Natur und damit auch für Mensch und Tier, wissen sie.

Kann man denn gar nichts tun, um Sumsemann und Sumsefrau zu schützen und zu bewahren? Doch. Sogar mitten in der Stadt können die Menschen den Bienen Gutes tun. Die Kinder und Jugendlichen haben sich schlau gemacht und wissen nun, was die Honigsammler brauchen.

Bienen-Demo durch die Stadt

Beim „Tag der Umwelt“ am Samstag, 4. Juni 2016, um 11 Uhr wollen die KiJuRat-Mitglieder für die Bienen demonstrieren. Vom Rathaus am Schillerplatz aus geht es mit großen Transparenten und „Krachmach-Instrumenten“ durch die Innenstadt bis zur Reformierten Kirche an der Wermingser Straße. Etliche Verbände und Organisationen werden dort auf die Notlage der Bienen aufmerksam machen. Die Kinderlobby, das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises und der NABU MK machen mit. Es gibt ein Bienen-Quiz, Insektenhotels können gebaut werden. Wie ernst die Lage wirklich ist, wird unter anderem die Theatergruppe „The Wild Bunch“ mit Szenen aus ihrem aktuellen Stück „Die kleinen Honigdiebe“ darstellen. Sie ist von Dienstag, 31. Mai, bis Freitag, 3. Juni, auch auf dem Stiftungshof in Kalthof zu Gast.

Saatgut für alle

Möglichst viele Iserlohner – gerne als Bienen kostümiert – aber auch Imker und Landwirte sollen sich an der Demonstration beteiligen. Werbung für die Aktion haben die KiJuRatsmitglieder bereits gemacht. Sie haben einen großen Karton voller Tütchen mit Bienenmotiven gestaltet und mit Bienenfuttersamen befüllt.

„Die verteilen wir an den Schulen“, sagt Tabea Jerlitschka, 14 Jahre. „Ich habe damit meine alte Grundschule besucht. Bei den Dritt-Klässlern drehte sich die ganze Stunde um das Thema Bienen.“

Leander Hegemann (elf Jahre) ergänzt: „Demnächst werden wir noch Samenbomben herstellen. Die macht man aus Blumenerde, Gips, Sand und Samen. Die kann man sogar mitten in der Stadt aufgehen lassen als Bienenfutter. Wir wollen sie bei der Demonstration verteilen.“

Weitere Aussichten

Die Aktion will die Menschen für das Thema „Bienen in der Stadt“ interessieren, neue Lebensräume für Bienen entstehen lassen und zukünftig neue Lern- und Kunsträume dazu schaffen. Ein Bienenlehrpfad mit Informationstafeln auf dem Radweg – das wäre doch eine tolle Sache, meinen die jungen Bienenfreunde.