Iserlohn. (hc) Wochenende für Wochenende und manchmal auch unter der Woche ist die Eishalle am Seilersee die Heimspielstätte für die Iserlohn Roosters. Die Profis spielen in Deutschlands höchster Spielklasse und erwarten dies auch von ihrer sportlichen „Heimat“. Dass die Eishalle nicht allen Anforderungen genügt, hatte Clubchef Wolfgang Brück im vergangenen Jahr in einem Gespräch mit dem Iserlohner Kreisanzeiger mit den Worten „Super-Gau“ und „marode“ beschrieben.

Überprüfung

Diese Aussagen nahm der Betreiber der Halle zum Anlass, einmal genauer den Zustand der Halle überprüfen zu lassen – und zwar von einem unabhängigen Gutachter.

Walter Ebeling und sein Büro untersuchten die Halle. Ihr Fazit: Die Eishalle ist in einem guten Zustand und kann die nächsten 10 bis 15 Jahre problemlos überstehen. Kleinere Reparaturen, zum Beispiel an den Treppenaufgängen, hält auch der Gutachter für notwendig, aber was das Dach, die Ammoniakanlage für das Eis und die Konstruktion angeht, hob der Gutachter seinen Daumen.

Anspruch

Damit ist der grundsätzliche Vorwurf, dass die Halle „marode“ sei, zunächst vom Tisch.

Doch das ist zunächst nur die bauliche Seite. Die Eissportler – egal ob Profis oder Amateure – wollen natürlich eine Weiterentwicklung. Die Auslastung der Halle ist gut – sehr gut sogar. Kurz vor Mitternacht geht manchmal erst das Licht aus, wenn die Hobbysportler vom Eis gehen. Dennoch ist keine zweite Eisfläche in Sicht.

„Sie ist nicht vom Tisch, aber ziemlich weit hinten auf der ‚Wunschliste‘ der Roosters“, erklärt Hartmut Bogatzki, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bädergesellschaft. „Sie wird“, fügt er in seiner Position als Iserlohner Ratsmitglied hinzu, „in den kommenden fünf bis zehn Jahren auch nicht kommen. Wir werden und können keine Millionen in die Hand nehmen.“

Projekte anschieben

Welche Projekte eine höhere Priorität für die Roosters genießen, haben Vereins-Verantwortliche im Gespräch mit der Bädergesellschaft erörtert. Eine Liste wurde erstellt, die dem Aufsichtsrat auf der nächsten Sitzung im März vorgelegt wird. Punkte, wie eine neue Bande oder eine Entlüftungsanlage, dürften dabei ziemlich weit oben zu finden sein. Denn: Die Deutsche Eishockey-Liga wird immer professioneller, verlangt mehr von ihren Mitgliedern. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens versicherte aber: „Wir werden alles dafür tun, um die Bespielbarkeit für die DEL zu erhalten.“

Für Probleme – wie beispielsweise die üblen Gerüche auf den selten genutzten Toiletten – sollen in naher Zukunft schnelle, unbürokratische Lösungen gefunden werden.

(Foto: Heiko Cordes)