Hannah erkämpft das Leben

Iserlohn. (clau) „Es kann jederzeit jeden treffen“, diese Erkenntnis ist Frank Zettier, einem sonst eher nüchtern denkenden IT-Fachmann, nicht leicht gefallen. Das Neuroblastom ist die dritthäufigste bösartige Krebserkrankung im Kindesalter. Sie fragt nicht nach Einkommenslage, nach Bildung oder nach gesundheitsbewusster Ernährung, aber sie bringt großes Leid über die betroffenen Familien.

Ihre Krebserkrankung hat es offenbart. Die zarte Hannah ist eine richtige kleine Heldin! - Das finden nicht nur ihre Eltern Katja und Frank Zettier, sondern auch ihre jüngere Schwester Louisa. (Foto: privat)
Ihre Krebserkrankung hat es offenbart. Die zarte Hannah ist eine richtige kleine Heldin! – Das finden nicht nur ihre Eltern Katja und Frank Zettier, sondern auch ihre jüngere Schwester Louisa. (Foto: privat)

Kampf mit Krebs und Nerven

Die kleine zarte Hannah hat viel mitgemacht, aber auch viel aushalten können. „Ich habe oft gestaunt, wie tapfer sie ist und wie sie ohne mit der Wimper zu zucken, Blutabnahmen, MRTs und diverse andere Untersuchengen erträgt“, sagt ihr Vater. „Sie macht das alles wie ein Voll-Profi.“

Hannah musste zuerst zwei Wochen in der Dortmunder Kinderklinik verbringen. Dann folgten sechs jeweils sechstägige Chemo-Blöcke.  „Während der Pausen zwischen den Blöcken sitzt man zuhause immer auf gepackten Koffern“, berichtet Katja Zettier. „Man hat Angst vor Keimen, Angst vor Fieber. Ständig kontrolliert man die Körpertemperatur. Falls für mehr als vier Stunden über 38 Grad gemessen werden, geht es sofort zurück in die Klinik.“

Eine nervliche starke Belastung! Wenn Hannah in der Kinderonkologie bleiben musste, blieb auch immer ein Elternteil bei ihr.

Zwischen dem vierten und fünften Chemo-Block erfolgte die Entfernung des Tumors. Eine anschließende Intensiv-Therapie mit autologer Stammzellentransplantation in Düsseldorf verlangte Hannah noch einmal große Opfer ab: Endgültig fielen ihr alle Haare, Wimpern und Augenbrauen aus.

Ein großer Dank auch an Lehrerin

Trotzdem hat Hannah im Sommer ihre Versetzung in die zweite Klasse der Saatschule geschafft. „Wir sind ihrer Lehrerin aus ganzem Herzen dankbar“, sagen die Zettiers. „Sie hat Hannah hier zuhause unterrichtet und sie so liebevoll betreut.“

Ein großer Dank geht auch an die vielen Freunde und Angehörigen, die Hannah und ihre Familie umsorgt und unterstützt haben. Ohne sie wäre es bitter geworden.

„Danken möchten wir auch unseren Arbeitgebern“, sagen Frank und Katja Zettier. „Wir haben in einer Familienkur andere Betroffene kennen gelernt, die in der Not von ihren Arbeitgebern im Stich gelassen wurden.“

Besonders den Menschen in der Dortmunder Kinderonkologie möchten die Zettiers danken: „Die Ärzte hatten immer Zeit für uns. Wir waren hervorragend betreut. Vor allem die Kunst- und Musiktherapie hat Hannah unglaublich gut getan und ihre Lebensgeister gestärkt.“

Garten für krebskranke Kinder

Am Klinikum soll derzeit ein Garten entstehen, in dem krebskranke Kinder neue Lebenskraft tanken können. Der Zaun, Erdarbeiten, Pflanzen, ein Gartenhäuschen und Dinge wie Gießkannen und Harken werden so manchen Euro verschlingen.

Familie Zettier macht sich für diese Aktion stark und hofft, auf weitere Unterstützer.

Spendenkonto
Klinikum Dortmund gGmbH
BIC: DORTDE33XXX
IBAN: DE08440501990001237799
Stichwort Therapiegarten

Ausführliche Informationen geben die Zettiers gern. Sie sind zu erreichen unter E-Mail an familie-zettier@gmx.de.

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