Historische Pleite fürs Eishockey-Nationalteam

Konnte das deutsche Debakel nicht verhindern: Michael Wolf. (Foto: wk-Archiv)

Iserlohn. Zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert, genauer seit 1948, finden die kommenden olympischen Winterspiele ohne eine deutsche Eishockey-Nationalmannschaft statt. Roosters-Stürmer Michael Wolf, der das Team als Kapitän am vergangenen Wochenende aufs Eis führte, konnte mit seinen zwei Toren und einer Vorlage in den drei Qualifikationsspielen diese historische Pleite auch nicht abwenden. Das olympische Eishockey-Turnier im Jahr 2014 in Sotschi muss ohne deutsche Akteure auskommen.

Im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen fanden am vergangenen Wochenende die Qualifikationsspiele für die olympischen Winterspiele im russischen Sotschi statt. Am Donnerstag, 7. Februar, konnte das Team um Bundestrainer Pat Cortina noch die niederländische Nationalmannschaft mit 5:1 besiegen, scheiterte aber einen Tag später bereits mit 1:2 nach Verlängerung am Eishockeyzwerg Italien.

Dies bedeutete für das letzte Spiel gegen Österreich, dass ein Sieg nach regulärer Spielzeit eingefahren werden musste, um das Turnier als Erstplatzierter zu beenden und sich somit für Sotschi im Frühjahr 2014 zu qualifizieren. Dieses gelang den Deutschen jedoch nicht. Zwar erzielte der einzige Iserlohner Nationalspieler Michael Wolf 13 Minuten vor dem Ende der Partie die erlösende 2:1 Führung, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Österreicher noch den Ausgleich erzielen konnten und somit am Ende – trotz des 3:2 Sieges der deutschen Mannschaft nach Verlängerung – das Ticket zu den olympischen Winterspielen nach Sotschi lösen. Somit wird im Februar 2014 zum ersten mal seit 66 Jahren ein olympisches Eishockey-Turnier ohne die deutsche Mannschaft stattfinden.