IGW-Quartiersmanagerin belebt den Iserlohner Fritz-Kühn-Platz

[1/2] Auch hier soll bald endlich wieder Leben einziehen. Eine Gastrononie eventuell mit Biergarten plant die IGW nach der Kernsanierung. (Foto: Claudia Eckhoff) [2/2] Auch hier soll bald endlich wieder Leben einziehen. Eine Gastrononie eventuell mit Bier

[1/2] Auch hier soll bald endlich wieder Leben einziehen. Eine Gastrononie eventuell mit Biergarten plant die IGW nach der Kernsanierung. (Foto: Claudia Eckhoff) [2/2] Auch hier soll bald endlich wieder Leben einziehen. Eine Gastrononie eventuell mit Bier

Iserlohn. (clau) Der Iserlohner Fritz-Kühn-Platz mit seinen historischen Gebäuden, den großen Freiflächen und dem alten Baumbestand hat das Potential, ein Ort zu werden, an dem die Menschen sich gern aufhalten.

Dazu will die Iserlohner Gemeinnützige WohnungsgeselI­schaft (IGW) ihren Beitrag leisten. „Unser Ziel ist, das Quartier rund um den Platz mit Leben zu füllen“, beschreibt IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl die Zukunft. „Deshalb haben wir Sabine Plücker als Quartiermanagerin eingestellt.“ Sie fungiert als Ansprechpartnerin für die Bürger dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 17 Uhr im Bürgerraum der IGW am Fuß der Treppe. Sie ist erreichbar unter Tel. 0173/ 9991905.
Der Raum gehört der IGW. Mieter ist der „Bürgerverein Iserlohner Südstadt“, der ehrenamtlich die Impulse weiterführt, die einst im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ im Quartiersbüro an der Peterstraße angestoßen wurden.
Zuhause-Gefühl
„Der Bürgerraum wird gut angenommen“, sagt Sabine Plücker. „Er soll den Anwohnern ein Zuhause-Gefühl vermitteln. Sehr häufig begegnen mir hier auch Menschen, die früher einmal in Iserlohn gelebt haben und die Spannendes über vergangene Zeiten erzählen.“
Gelegenheit zum Gespräch soll der Bürgerraum noch mehr bieten. Ab Dienstag, 5. Juli, wird wöchentlich von 15 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen aufgetischt. Am Friedensfest-Wochenende wird das Café am Samstag, 8. Juli, von 16 bis 19 Uhr öffnen. Am Sonntag, 9. Juli, gibt es ab 11 Uhr sogar Frühstück.
Foto-Festival
„Wir unterstützen das erste Straßenfotografie-Festival, das in Iserlohn vom 14. bis 23. Juli stattfindet“, kündigt Sabine Plücker an. „Am Freitag, 14. Juli, bieten wir ab 17 Uhr Bockwürstchen im Bürgerraum an. Ab 22 Uhr zeigt die IGW zusammen mit dem Verein ‚Iserlohn Denkmal‘ im Open-Air-Kino am Südengraben das gefeierte Road-Movie ‚Tschick‘ nach dem Bestseller von Wolfgang Herrndorf.“
Vielfältige Aktionen
Danach soll es mit regelmäßigen niederschwelligen Veranstaltungen weitergehen.
Besonders für Kinder werden kreative und lehrreiche Nachmittagsprogramme gemacht. Los geht es für kleine Leute ab acht Jahren am Dienstag, 8. August, von 15 bis 17 Uhr. Zum Ferienabschluss am Samstag, 26. August, soll es für alle Platzbesucher Spaß, Sport, Unterhaltung, Leckereien und eine Tausch- und Trödelbörse geben. Für Herbst und Winter sind Lesungen, Tauschbörsen, Kreativetage geplant.
Schon jetzt findet im Bürgerraum unter der Regie der städtischen Gleichstellungsstelle regelmäßig die „Weiberwirtschaft“, eine interkulturelle Frauengruppe, statt. Demnächst wird sich hier auch eine „Trennungsgruppe“ treffen.
Der Bürgerverein
Der bunte Garten vor dem Bürgerraum wird neuerdings von der Neubürgerin Ursula Durau gepflegt. Der 2014 gegründete „Bürgerverein Iserlohner Südstadt“ ist offen für Menschen wie sie. Zu tun gibt es genug.
Frische Ideen und vor allem Tatkraft sind immer willkommen. „Wenn sich Menschen dafür finden, wäre beispielsweise sogar eine Fortsetzung des Projektes Quartierzeitung denkbar“, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Andres Michael Kuhn.
Gastronomie am Platz
Neues Leben will die IGW auch der Nachbarschaft des Bürgerraums einhauchen. Für das Haus „Am Zeughaus“, das direkt an den Garten des Bürgerraums angrenzt, liegt schon ein Architekten-Entwurf vor. Per Wettbewerb soll demnächst ein geeigneter Betreiber für das urige Gemäuer gefunden werden. Fördermittel für die Sanierung stehen bereit.
„Wir könnten uns hier einen gastronomischen Anziehungspunkt mit Biergarten vorstellen“, so IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl. „Wir hoffen, dass sich der Platz so belebt, dass demnächst auch viele junge Menschen und Familien am Bach gern ihre Picknickdecken ausbreiten.“