Iserlohn. Die Weichen sind gestellt. Die Stadt Iserlohn wird die Zukunft des neuen Schillerplatzes selbst in die Hand nehmen. Die städtischen Experten können mit der Planung des 100-Millionen-Projekts beginnen.

Bemängelt wurde in den zurückliegenden Wochen von diversen Skeptikern, dass die Stadt gar nicht über die Kompetenz verfüge, um solch ein Projekt zu stemmen. Doch mangelnden Sachverstand kann man gerade der Stadt nicht vorwerfen. Das beteuert einer, der es wissen sollte: Architekt und Heimatforscher Ernst Dossmann zieht den Hut vor dem gebündelten Wissen. „Vier aktuelle oder ehemalige Baudezernenten sind an dem Projekt beteiligt“, sagt er. Neben dem Ex-Baudezernenten und jetzigen Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens spricht er von Olaf Pestl, Geschäftsführer der IGW und der Schillerplatz-GmbH, Frieder Altrogge, Geschäftsführer Stadtprojekt, und natürlich dem aktuellen Baudezernenten Thorsten Grothe.

Schon am Tag nach der Entscheidung im Rat der Stadt Iserlohn stellten sich Thorsten Grothe, Olaf Pestl und Dr. Dagmar Lehmann in der Schillerbox den Fragen aus der Bevölkerung. Diese Sprechstunden, das verspricht Olaf Pestl, werde es auch künftig geben. Transparenz soll weiterhin oberstes Ziel sein. „Wir wollen nichts verbergen oder verschweigen“, sagt Olaf Pestl.

Mit dem Antrag, eine Wartezeit einzulegen und die Bürger eventuell mit einer Abstimmung zu befragen, konnten sich die Grünen im Iserlohner Rat nicht durchsetzen. Ein Grund dafür: Die Zeit drängt. Niemand weiß, wie lange die Brücke zum Rathaus überhaupt noch durchhält. Damit ist ein wichtiger Schritt für das Jahrhundert-Projekt gemacht worden.