Iserlohn in Bildern – Von den 50ern bis heute

Wilfried Dieners
Wilfried Dieners gewichtiges Buch zeigt auf 528 Seiten und mit rund 700 Fotos Iserlohns städtebauliche Entwicklung von den 1950er Jahren bis heute. (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn. Es ist ein gewichtiges Stück Iserlohner Stadtgeschichte. „Iserlohn wie es war… und wie es ist“ hat Autor Wilfried Diener sein neues Buch genannt. Es zeigt auf 528 Seiten und mit über 700 Fotografien den „Sichtwechsel der Stadtbilder zwischen 1950 und 2018“. „Die Idee dazu hatte ich schon immer“, sagt er. „Jetzt habe ich sie mithilfe etlicher Sponsoren endlich umsetzen können. Drei Jahre lang habe ich daran gearbeitet.“

Sanierung lässt Alt-Iserlohn teilweise verschwinden

Zwar war das alte Iserlohn vom Bombenhagel am Kriegsende verschont geblieben, aber dafür rollten ab Ende der 60er Jahre die Bagger an und die Abrissbirne schwang sich über der Altstadt. Sanierung war angesagt. Der Modernisierung und vor allem den Bedürfnissen des sich verstärkenden Verkehrs musste reichlich alte Bausubstanz weichen. Ganze Straßenzüge wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Viele markante Iserlohner Stadtviertel mit ihrem jeweils eigenen Charme sind längst verschwunden. Wilfried Diener besitzt ein eigenes Fotoarchiv mit zahlreichen Abbildungen aus vergangenen Tagen. Zusätzlich standen ihm die Bildnachlässe seines Schwiegervaters und Ferdi Vielers zur Verfügung. Eine weitere wahre Schwemme von Bildern spülte ihm ein Aufruf in der Tageszeitung ins Haus.

Drei Jahre mit der Kamera unterwegs durch die Stadt

Über 370 Fotos aus dem alten Iserlohner Stadtzentrum zwischen Ost- und Westbahnhof konnte Wilfried Diener zusammentragen. „In den letzten drei Jahren habe ich dazu jeweils das aktuelle Vergleichsbild gemacht, beide Fotos einander gegenüber gestellt und mit kurzen Texten erläutert“, erzählt er. Nicht immer war es möglich, genau den gleichen Standpunkt einzunehmen wie der Fotograf der älteren Aufnahmen. Besonders im Bereich des Schillerplatzes und des Karstadt-Gebäudes hat sich das Stadtbild in den letzten Jahrzehnten zu radikal verändert.Und es verändert sich stetig weiter. „Das aktuelle Kapitel rund um die Sparkasse hat sich im Grunde gerade schon wieder überholt“, muss Wilfried Diener selbst schmunzeln.

Bilderflut in 15 Kapiteln

Fünfzehn Kapitel sind es geworden. Jedes wird zusätzlich beleuchtet durch eine Karte des jeweiligen Viertels, die die Vergangenheit in Grün und das heutige Stadtbild in Rot direkt übereinander gelegt darstellt.

„Einige meiner Gedichte habe ich zur Entspannung eingestreut“, verrät der Autor. Er wird sein Buch am Donnerstag, 29. November, ab 18 Uhr in der Schauburg an der Hans-Böckler-traße persönlich vorstellen.

Es ist mit ISBN 978-3-9805363-7-0 erschienen im Verlag Ute Diener und kostet 29,80 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich oder kann bei den Dieners bestellt werden unter Tel. 02371 / 934996.