Iserlohn kauft Karstadt

Iserlohn. (as) Die Zukunft des Karstadt-Konzern ist ungewiss. Das weiß auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Doch genau diese Ungewissheit gehörte zu den ausschlaggebenden Gründen, weshalb der Iserlohner Verwaltungschef dem einstimmigen Ratsbeschuss folgte und für die Stadt die Unterschrift unter Kauf- und Mietvertrag setzte. „Wenn es zum Schlimmsten kommt, bestünde die Möglichkeit, dass wir keinerlei Möglichkeit mehr haben, an die Immobilie dranzukommen“, sagt Kämmerer Friedhelm Kowalski. Es sei möglich, dass die für Iserlohn so prägende Immobilie in einem Portfolio verschwinde und die Stadt keinerlei Zugriffsmöglichkeit mehr habe.

So aber sei vieles möglich. Die Wunschvorstellung von Dr. Peter Paul Ahrens: „Die Stadt Iserlohn möchte die Immobilie und den gesamten Schillerplatz möglichst gemeinsam mit dem Hauptmieter Karstadt entwickeln“. Er spricht davon, dass es sich bei dem Schillerplatz mit dem anliegenden Karstadt-Gebäude um „das letzte noch vorhandene städtebauliche Defizit nach der umfangreichen Neugestaltung der Innenstadt seit Ende der 90er Jahre handele. Als Eigentümerin habe die Stadt nun die Chance, „das Gesamtareal Schillerplatz neu zu gestalten und hiermit nachhaltig positive Akzente für die weitere Innenstadtentwicklung zu setzen“.

Die Stadt hat Ja gesagt zum Kauf der Liegenschaft. Und sofort beginnt die Zukunftsplanung. „Projektentwicklungsphase“ nennt es Bau-Ressort-Chef Mike Janke. In drei bis fünf Jahren können seiner Ansicht nach Pläne bis zur Umsetzungsreife gebracht werden. Geplant wird mit allen Eventualitäten: „Alles ist möglich“, sagt Mike Janke. „Alles – selbst Abbruch und Neubau.“

Doch davon will man natürlich nicht ausgehen. Für die Verwaltung steht fest: „Wir möchten das Schillerplatz-Areal gemeinsam mit Karstadt entwickeln.“ Basta.