Iserlohn nimmt 150 Flüchtlinge auf

Iserlohn. (as) Die Stadt Iserlohn hat kurzfristig 150 Flüchtlinge aufgenommen. Sie sind in der Almelo-Sporthalle an der Gerichtstraße untergebracht.

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann hat für gehörigen Wirbel im Iserlohner Rathaus gesorgt. Mit einem Amtshilfeersuchen bat er am Donnerstag (23. Juli) um die Aufnahme von 150 Flüchtlingen, die bereits am folgenden Tag, also am 24. Juli, eintreffen sollten. Die anfallenden Kosten werde seine Behörde übernehmen, teilte der Regierungspräsident weiter mit. Allerdings: Eine personelle Unterstützung sei nicht möglich.

Im Iserlohner Rathaus wurde sofort gehandelt. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens brach seinen Urlaub ab. Ein kürzlich anberaumter Krisenstab der Stadt Iserlohn trat im Laufe des Tages mehrfach zusammen, um die Unterbringung und Versorgung der Ankommenden zu organisieren und vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem die erforderlichen Räumlichkeiten, die entsprechenden Bettenkapazitäten, die Verpflegung sowie Maßnahmen für eine erste ärztliche Versorgung.

Bei der Standortwahl wurde sehr sorgfältig überlegt und geprüft, wo so kurzfristig 150 Menschen untergebracht werden können. Dabei waren auch die notwendige Infrastruktur (sanitäre Einrichtungen, Lage usw.) zu berücksichtigen. Letztlich fiel die Entscheidung auf den Standort Almelo-Sporthalle.

Das Ordnungsamt hat ausreichend Betten und entsprechende Ausstattung organisiert. Ein örtlicher Caterer übernimmt die Essensversorgung. Ein Sicherheitsdienst wird rund um die Uhr vor Ort sein. Die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt die Flüchtlingsberatung der Diakonie.

Für Informationen und Fragen hat die Stadt Iserlohn unter der Rufnummer 02371 / 217-1234 ein Bürgertelefon eingerichtet, das am Samstag, 25. Juli, von 12 bis 16 Uhr und am Sonntag, 26. Juli 2015, von 12 bis 16 Uhr besetzt ist. In der kommenden Woche soll eine Informationsveranstaltung stattfinden.