Iserlohner Flüchtlingshilfe sorgt für Weihnachtswunschbaum

Die Flüchtlingshilfe Iserlohn sorgt für den verwaisten Weihnachtswunschbaum: (v.l.) Karin Uteri-Stampe, Vorsitzende Silvia Olbrich und Samantha Hinzmann gehen die Mammut-Aufgabe zuversichtlich an. (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn. (clau) Die Weihnachtswunschbaumaktion ist gerettet. Die Johanniter, die das ursprünglich vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Iserlohn gestartete Projekt seit 2011 gestemmt haben, sahen sich der Mammut-Aufgabe zuletzt allein nicht mehr gewachsen (der Wochenkurier berichtete). Für alle die Kinder, in deren Familien das Geld zu Weihnachten knapp ist, wäre ein „Aus“ bitter gewesen.

Doch nun springt beherzt die Flüchtlingshilfe Iserlohn in die Bresche und will die Lücke erst einmal füllen. „Es wird nicht einfach werden. Wir wissen, dass wir in große Fußstapfen treten“, gesteht Sylvia Olbrich, erste Vorsitzende des Vereins, der seine Arbeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht.

„Wir haben aber unmittelbar zahlreiche Hilfsangebote bekommen – etwa von den Zontas. Wir müssen zum Glück das Rad nicht neu erfinden, sondern können auf der Arbeit der Johanniter, die uns unterstützen, aufbauen.“

So ließ sich der Flyer in Windeseile erstellen und wurde kostenlos von der Druckerei Wallraff gedruckt.

Zum Verein Flüchtlingshilfe Iserlohn selbst gehören rund 30 ehrenamtlich engagierte Menschen. „Allesamt sind sie stresserprobt, flexibel und spontan“, schmunzelt Karin Uteri-Stampe, die zum Beratungsteam gehört. „Dahinter steht noch einmal ein großer Helferkreis. Das werden wir also schon meistern.“ Auch einige der Flüchtlinge selbst haben sofort ihre Hilfe angeboten. Außerdem hofft man, dass vielleicht auch einige der Mütter der Kinder, die ihre Wünsche abgeben, sich bereit erklären werden zu helfen.

Und so geht’s

Vom 1. bis zum 30. November werden nun die Flyer mit allen Informationen zur Weihnachtswunschbaumaktion verteilt und ausgelegt. Darin tragen die Kinder ihre Wünsche ein und auch die gebefreudigen Geschenkpaten füllen ihn aus.

Mitmachen dürfen Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 17. Lebensjahr aus einer finanziell nicht so gut gestellten Familie. Jeweils einen Wunsch im Wert von maximal 20 Euro dürfen sie montags, mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr an der Hans-Böckler-Straße 13 abgeben. Die Wünsche werden registriert und anonym als Baumschmuck ab Mittwoch, 15. November, den Wunschbaum bei der Flüchtlingshilfe Iserlohn schmücken.

Dort können die Geschenk­paten die Wünsche pflücken und erfüllen. Am Freitag, 22., und Samstag, 23. Dezember, dürfen wiederum die Kinder ihre Geschenke dort von 12 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung abholen.

Wer bei der Organisation mithelfen möchte, erfährt Näheres unter Tel. 0176 / 21972564, oder info@fluechtlingshilfe-­iserlohn.de.